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Tierintelligenz: Kleiner Bluff, große Wirkung

Wie intelligent sind Insekten? Neuroethologen entdecken verblüffend einfache Regeln, die selbst der Konstruktion eines komplexen Termitenbaus oder Spinnennetzes zu Grunde liegen.
In einem Winkel der Küche, nur knapp eine Hand breit über den alten Holzdielen verunziert ein Riss die Fußleiste. Von dort brummt es monoton: Eine Stubenfliege hat sich in einem Spinnennetz verfangen. Kaum naht die Spinne, da schiebt sich eine beachtlich große Artgenossin ins Blickfeld. Unversehens lässt sie von ihrer Beute ab und knöpft sich die Konkurrentin vor – vergeblich: Nach einigen Scheinattacken gibt die »Hausherrin« klein bei und überlässt der Riesin das ergaunerte Festmahl.
Den Epilog zu diesem Schauspiel hält der staunende Betrachter. Denn der wundert sich, dass offenbar kaum ein halber Kubikmillimeter Nervengewebe genügt, solcherlei »Verstandesleistungen« zu erbringen ...
Januar/Februar 2008

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist Januar/Februar 2008

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Literaturtipps

Braitenberg, V.: Vehikel. Experimente mit kybernetischen Wesen. Reinbek bei Hamburg: rororo (1993).

Cliff, D.: Computational Neuroethology. In: Arbib, M. (Hg.). The Handbook of Brain Theory and Neural Networks. Cambridge (Mass.): MIT Press (2003, 2. Aufl.), S. 737-741.

Ladley, D, Bullock, S.: The role of logistic constraints in termite construction of chambers and tunnels. In: Journal of Theoretical Biology 234(4), 2005, S. 551-564.

Mano, J.-P. et al.: Bio-inspired Mechanisms for Artificial Self-organised Systems. In: Informatica 30(1), 2006, S. 55-62.

Möller, R.: Das Ameisenpatent. Bioroboter und ihre tierischen Vorbilder. Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag 2006.

Wittlinger, M. et al.: The Ant Odometer: Stepping on Stilts and Stumps. In Science 312(5782), 2006, 1965-1967.