Dieser Artikel ist Abonnenten mit Zugriffsrechten für diese Ausgabe frei zugänglich.
Tierintelligenz: Kleiner Bluff, große Wirkung
Wie intelligent sind Insekten? Neuroethologen entdecken verblüffend einfache Regeln, die selbst der Konstruktion eines komplexen Termitenbaus oder Spinnennetzes zu Grunde liegen.
In einem Winkel der Küche, nur knapp eine Hand breit über den alten Holzdielen verunziert ein Riss die Fußleiste. Von dort brummt es monoton: Eine Stubenfliege hat sich in einem Spinnennetz verfangen. Kaum naht die Spinne, da schiebt sich eine beachtlich große Artgenossin ins Blickfeld. Unversehens lässt sie von ihrer Beute ab und knöpft sich die Konkurrentin vor – vergeblich: Nach einigen Scheinattacken gibt die »Hausherrin« klein bei und überlässt der Riesin das ergaunerte Festmahl. Den Epilog zu diesem Schauspiel hält der staunende Betrachter. Denn der wundert sich, dass offenbar kaum ein halber Kubikmillimeter Nervengewebe genügt, solcherlei »Verstandesleistungen« zu erbringen ...
Spektrum - Die Woche – Unsere Forschungshighlights aus 2025
Fortschritte in der Krebsimmuntherapie, neue Erkenntnisse zum Altern, Entwicklungen in der Quantenphysik, KI in der Mathematik und bedeutende astronomische Beobachtungen: In der letzten »Woche«-Ausgabe des Jahres 2025 blicken wir auf die zentralen Forschungsergebnisse zurück.
Spektrum - Die Woche – Ein alter KI-Ansatz für wahre maschinelle Intelligenz?
Wahre maschinelle Intelligenz – Transparenz und feste Regeln zeigen einen Weg, die KI die Fähigkeit geben könnte, logische Schlüsse zu ziehen. Außerdem: Eisen für die Energiewende verbrennen, das Paradoxon fehlender Information im Universum und Schaden Energydrinks dem Gehirn Jugendlicher?
Gehirn&Geist – Wer entscheidet? Wie das Gehirn unseren freien Willen beeinflusst
Was bedeutet es, ein Bewusstsein zu haben? Haben wir einen freien Willen? Diese Fragen beschäftigen Neurowissenschaft, Philosophie und Theologie gleichermaßen. Der erste Artikel zum Titelthema zeichnet die Entwicklung der neurowissenschaftlichen Forschung nach und zeigt, wie das Gehirn das subjektive Erleben formt. Anschließend geht es im Interview mit dem Neurophilosophen Michael Pauen um die Frage, ob wir frei und selbstbestimmt handeln oder nur Marionetten unseres Gehirns sind. Die Antwort hat Konsequenzen für unser Selbstbild, die Rechtsprechung und unseren Umgang mit KI. Daneben berichten wir, wie virtuelle Szenarien die traditionelle Psychotherapie erfolgreich ergänzen und vor allem Angststörungen und Posttraumatische Belastungsstörungen lindern können. Ein weiterer Artikel beleuchtet neue Therapieansätze bei Suchterkrankungen, die die Traumata, die viele Suchterkrankte in ihrer Kindheit und Jugend erfahren haben, berücksichtigen. Zudem beschäftigen wir uns mit der Theorienkrise in der Psychologie: Der Risikoforscher Gerd Gigerenzer erklärt, warum die Psychologie dringend wieder lernen muss, ihre Theorien zu präzisieren.
Infos
Links im Netz
Literaturtipps
Braitenberg, V.: Vehikel. Experimente mit kybernetischen Wesen. Reinbek bei Hamburg: rororo (1993).
Cliff, D.: Computational Neuroethology. In: Arbib, M. (Hg.). The Handbook of Brain Theory and Neural Networks. Cambridge (Mass.): MIT Press (2003, 2. Aufl.), S. 737-741.
Ladley, D, Bullock, S.: The role of logistic constraints in termite construction of chambers and tunnels. In: Journal of Theoretical Biology 234(4), 2005, S. 551-564.
Schreiben Sie uns!
Beitrag schreiben