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Physikerspielfilm: Konfusion in parallelen Welten

Ein Krimi lebt davon, die Frage "Wer war's?" möglichst schwierig zustellen und kunstvoll zu lösen. Im Multiversum sind alle Fragen noch viel schwieriger - aber der Krimi ist dadurch nicht besser geworden.

Der Spielfilm "Schilf" wagt es, zwei Physiker zu präsentieren, die darüber streiten, wie man die Quantenphysik verstehen soll. Sebastian vertritt in seinen Vorlesungen an der Universität Jena die Vielweltentheorie, wonach alles quantenmechanisch Mögliche in Parallelwelten realisiert ist. Oskar arbeitet am CERN bei Genf und hält überhaupt nichts von den Spekulationen seines Freundes – unter anderem mit dem ziemlich komischen moralischen Einwand, im Multiversum wäre jedes Verbrechen erlaubt, weil es nur in einer einzigen unter unzähligen Welten begangen würde.

Die Regisseurin Claudia Lehmann kennt die im Film gezeigte Arbeitswelt; sie hat am Deutschen Elektronensynchrotron (DESY) promoviert und ist erst danach übers Theater zum Film gelangt. Das Drehbuch beruht auf einem Roman von Juli Zeh; deren Namensgleichheit mit dem Theoretiker H. Dieter Zeh, einem prominenten Verfechter der Vielweltentheorie, ist allerdings purer Zufall...

März 2012

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft März 2012

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