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Hirndoping: Kosmetik für graue Zellen

Schlauer, schneller, effektiver - Pharmakonzerne investieren Milliarden in die Erforschung der mentalen Leistungssteigerung mittels Pillen und Präparaten. Nur: Die Wirksamkeit vieler Medikamente lässt sich klinisch nicht nachweisen, und langfristige gesundheitliche Schäden sind kaum abzuschätzen.
Kosmetik für graue Zellen
Berlin: Auf einer Pressekonferenz gab die Neuropsychologin und Leibnizpreisträgerin des Jahres 2010 Rita Lien bekannt, sie nehme seit Jahren Hirndopingmittel ein. Frau Lien bot an, den mit mehreren Millionen Euro dotierten Forschungspreis zurückzugeben. Die meisten ihrer bahnbrechenden Arbeiten seien unter dem Einfluss von Wachmachern und konzentrationsfördernden Mitteln entstanden; nur so habe sie dem ungeheuren Druck standhalten können, in immer kürzerer Zeit neue Ergebnisse produzieren und große Summen Drittmittel einwerben zu müssen. Die Forscherin entschuldigte sich bei ihren Mitarbeitern, der Universität sowie der Öffentlichkeit und erklärte ihren Rückzug aus der Wissenschaft. Sind solche Szenarien pure Fiktion – oder könnten sie schon bald Wirklichkeit werden? ...

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Literaturtipps

Maio, G. et al. (Hg.): Mensch ohne Maß? Reichweite und Grenzen anthropologischer Argumente in der biomedizinischen Ethik. Alber, Freiburg 2008.

Merkel, R. et al. (Hg.): Intervening in the Brain. Changing Psyche and Society. Springer, Heidelberg 2007.

Morein-Zamir, S., Sahakian, B.: Professor's little helper. In: Nature 450, 2007, S. 1157-1159.

Vaas, R.: Schöne neue Neuro-Welt. Die Zukunft des Gehirns. Eingriffe, Erklärungen und Ethik. Hirzel, Stuttgart 2007.