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Astronomie und Praxis: Astronomiegeschichte: Kosmische Explosionswolken - ein Blick in die Geschichte

Supernova-Überreste faszinieren Astrophysiker, Deep-Sky-Beobachter und Astronomiehistoriker gleichermaßen. Unser Streifzug durch die Geschichte stellt Objekte vor, die bereits im 18. und 19. Jahrhundert visuell entdeckt wurden. Die wahre Natur dieser "Nebel" – ihre Entstehung durch Sternexplosionen – blieb jedoch lange unerkannt.
Supernova-Überrest im Sternbild Schwan
Nur etwa 300 Supernova-Überreste sind in unserem Milchstraßensystem bekannt. Diese Objekte sind nicht nur wegen des prachtvollen Anblicks auf Astrofotografien etwas Besonderes – auch ihre physikalische Natur fasziniert: Die ausgedehnten Nebel mit farbigen Filamenten zeugen von gewaltigen Sternexplosionen. Sie markieren das Ende der Entwicklung massereicher Sterne und können dann kurzzeitig das Milliardenfache der Sonnenleuchtkraft erreichen. Übrig bleibt eine sich rasch ausdehnende Gaswolke, die Strahlungen unterschiedlichster Wellenlängen aussendet. Alte Chroniken liefern Hinweise auf acht Supernova-Ereignisse, die in den zurückliegenden 2000 Jahren in unserem Milchstraßensystem gesichtet wurden. In nahezu allen Fällen ließen sich die zugehörigen Supernova-Überreste eindeutig identifizieren. Anhand ausgewählter Objekte veranschaulichen die Autoren die gelungene Kooperation zwischen Astrophysik und astronomiegeschichtlicher Forschung.

Kennen Sie schon …

Sterne und Weltraum – Explosion in Andromeda – Die Supernova von 1885

Die Supernova S Andromedae, die sich außerhalb unserer Galaxis in einer Entfernung von rund 2,5 Millionen Lichtjahren in der Andromedagalaxie ereignete, wurde von dem Astronomen Ernst Hartwig schon im Jahr 1885 entdeckt. Er schrieb damit Astronomiegeschichte. Heute setzen Instrumente wie das neue 4MOST Maßstäbe für die Forschung. Es kann mehr als 2000 Objekte am Himmel gleichzeitig ins Visier nehmen – Sternbeobachtung von den Anfängen bis ins digitale Zeitalter. Darüber hinaus: Schwarze Löcher, die nach dem Verschlingen eines Sterns nach einiger Zeit im Radiobereich wieder aufleuchten, die Geburt eines weißen Zwerges durch eine Sternkollision sowie unser Praxistipp zur Beobachtung des Südhimmels mit Remote-Teleskopen von zu Hause aus.

Spektrum Kompakt – Astrofotografie

Sternenklare Nächte bieten einen atemberaubenden Blick ins All. Leider können Handykameras diese Schönheit nicht aufnehmen – oder doch? Mit ein paar Tricks gelingen auch mit dem Smartphone eindrucksvolle Himmelsaufnahmen. Alternativ kann man sich eine Ministernwarte in den eigenen Garten bauen.

Spektrum der Wissenschaft – Den Kosmos entschlüsseln – Vom Sonnensystem in die Tiefen des Universums

In dieser Ausgabe berichten wir über ferne Galaxien, das Sterben von Sternen, äußerst energiereiche Gammastrahlenblitze und neue Erkenntnisse zur Dunklen Energie. Weiter informieren wir Sie über Raumfahrtmissionen zu anderen Himmelskörpern, beispielsweise die der NASA-Sonde Europa-Clipper, welche den gleichnamigen Jupitermond auf die Existenz von Ozeanen untersuchen soll. Darüber hinaus: Teleskope der Superlative mit denen der Kosmos auch von der Erde aus, immer genauer beobachtet werden kann.

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