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Geistesblitze: Krach macht krank

Menschen, die an Straßen mit viel Verkehrslärm wohnen, werden häufiger depressiv. Das zeigt nun erstmals eine Langzeitstudie mit mehr als 3000 Teilnehmern. Wissenschaftler von der Universität Duisburg-Essen untersuchen darin seit dem Jahr 2000 die psychische Gesundheit von 45- bis 75-Jährigen, die im Ruhrgebiet leben.

Der Abgleich mit Lärmkarten für die Städte Bochum, Essen und Mülheim an der Ruhr offenbarte: Waren die Probanden nachts oder über 24 Stunden hinweg im Mittel mit Lärmwerten über 50 beziehungsweise 55 Dezibel konfrontiert, stieg ihr Risiko für depressive Symptome innerhalb von fünf Jahren um ein Viertel an. 50 Dezibel entsprechen etwa dem Geräuschpegel einer normalen Unterhaltung.

Hinweise darauf, dass Lärm Erkrankungen beispielsweise am Herzen auslösen kann, fanden in der Vergangenheit bereits mehrere Studien. (dz)

Environ. Health Perspect. 10.1289/ehp.1409400, 2015

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