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Politisches Umfeld: Israel und seine Feinde

"Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt!" Wilhelm Tells Klage hätten sich die Bewohner Israels und Judas sicher angeschlossen, waren sie doch von Nachbarreichen umgeben, derer sie sich immer wieder zu erwehren hatten. Freilich verfolgten beide ihre eigenen politischen Ziele, was ebenso in bewaffnete Auseinandersetzungen mündete.

Die Amalekiter

Gaza war die südlichste Philisterhauptstadt. Nach Westen hin schloss sich das große Wüstengebiet der Sinaihalbinsel an. Ackerbau war in dieser Gegend kaum möglich, allenfalls konnte man ein paar Schafe oder Ziegen halten. Lukrativ war es allerdings, die dort hindurchziehenden Karawanen zu überfallen. Schon in der Spätbronzezeit hatten die Ägypter versucht, den Handelsweg zwischen Palästina und Nildelta gegen Banden zu sichern. In der späteren Eisenzeit nahmen die Assyrer die Bestrebungen wieder auf. Diese räuberischen Truppen blieben meist namenlos. Mit einer Ausnahme: Das Alte Testament berichtet von den Amalekitern, gegen die David im 10. Jahrhundert v. Chr. kämpfte, um für Ruhe in diesem Gebiet zu sorgen. Ihre Ursprünge sind genauso unklar wie ihr Verbleiben. Möglicherweise waren es kleinere Gruppen, die sich nach den Wirren der Spätbronzezeit ihre eigene ökonomische Nische am Rand des Kulturlandes gesucht hatten: als Kleinviehzüchter und Banditen.

Die Aramäer

Eines der spannendsten Reiche der Antike war das der Aramäer. Über sie besitzen wir leider nur verhältnismäßig wenige schriftliche Quellen, verglichen etwa mit den biblischen Texten zu Israel und Juda oder den vielen Königsinschriften zu Assyrien und Babylonien. Allmählich erschließt sich aber ihre Geschichte, auch dank zahlreicher Grabungen, die bis vor wenigen Jahren noch in Syrien durchgeführt werden konnten. ...

Spezial Archäologie - Geschichte - Kultur 4/2015

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Spezial Archäologie - Geschichte - Kultur 4/2015

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