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Standpunkt: Krieg der Sternchen

Warum erhitzt das sprachliche Gendern so sehr die Gemüter? Weil man sich nicht nicht dazu verhalten kann.
Mann von hinten, der sich die Ohren mit den Zeigefingern zuhält.

Sprache steht nie still. Sie atmet, lebt, altert und verjüngt sich. In den letzten Jahren kam es in Mode, sie von Altlasten befreien zu wollen. Befreien vom Geist einer Zeit, als der Mann das Geld verdiente, die Frau sich um Küche und Kinder kümmerte und Minderheiten immer für einen Scherz gut waren. Mit solchen Bildern wollen sich die meisten von uns nicht mehr identifizieren – und das soll sich darin widerspiegeln, wie wir kommunizieren.

Das Motiv dahinter ist einfach: Gleichberechtigung. Schutz für Schwächere. Nicht verletzend oder vorurteils­behaftet über andere sprechen. Wer diesen Wunsch teilt, kann kaum anders, als ab sofort »Mitarbeiter*innen« oder »Forschende« zu schreiben und durch Sprechpausen das Mitmeinen aller anzuzeigen. Oder nicht? ...

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  • Quellen

Körner, A. et al.: Gender representations elicted by the gender star form. Journal of Language and Social Psychology 10.1177/0261927X221080181, 2022

Lindqvist, A. et al.: Reducing a male bias in language? Establishing the efficiency of three different gender-fair language strategies. Sex Roles 81, 2019

Vergoossen, H. P. et al.: Four dimensions of criticism against gender-fair language. Sex Roles 83, 2020

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