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Alter Orient: Kupfer für die alte Welt

Im Oman erforschen deutsche Archäologen eine Kultur der frühen Bronzezeit, die den Stadtstaaten an Euphrat, Tigris und Indus wichtige Rohstoffe lieferte. Hinweise auf die Lebensweise der Menschen finden die Forscher vor allem in ihren Grabtürmen.
Maysar Kupfermine

Das Sultanat Oman, an der südöstlichen Spitze der Arabischen Halbinsel gelegen, verbindet heutzutage orientalische Lebensweise mit westlichen Standards. Vor allem dank des Exports von Erdöl und Erdgas kann es beispielsweise in Bildung und ein modernes Gesundheitswesen investieren. Die Region fungierte aber nicht nur schon im Mittelalter als Knotenpunkt für den Fernhandel von Weihrauch, Silber, Waffen und Sklaven; diese Tradition reicht archäologischen Grabungen zufolge noch weit länger zurück.

Bereits im 4. Jahrtausend v. Chr. begannen die Bewohner des Oman nämlich Kupfererz und verhüttetes Kupfer gegen Lebensmittel aus dem fruchtbareren Mesopotamien zu tauschen; das beweisen Scherben von Importkeramik. Im darauf folgenden Jahrtausend, also während der frühen Bronzezeit, verknüpfte der Seehandel entlang des Persischen Golfs die Landrouten von Zentralasien und die Seeroute bis zum Horn von Afrika. Im Zentrum dieses frühen Welthandels standen die Stadtstaaten Mesopotamiens und der so genannten Harappa-Kultur im Indus-Tal.

Aus den Keilschriftdokumenten sumerischer Händler weiß man, dass Erstere tonnenweise Kupfer sowie Diorit, Malachit und andere edle Steine aus dem Oman importierten. Umgekehrt verschiffte man Keramiken, Öl und vor allem Getreide als Exportgüter dorthin, zudem feine Textilien, wie sumerische Listen und entsprechende Funde beweisen. ...

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