Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten mit Zugriffsrechten für diese Ausgabe frei zugänglich.

Geometrie: Leben in 10 000 Dimensionen

Die mathematischen Formeln sind dieselben wie in unserem gewohnten Raum. Aber wenn man 10 000 verschiedene Richtungen zur Verfügung hat, die sämtlich aufeinander senkrecht stehen, kommen statistische Effekte ins Spiel – mit den merkwürdigsten Folgen.
n-Dimensionen
Durch einen Allerweltsfehler (n2 statt 2n gerechnet) habe ich die Sache wesentlich weniger dramatisch dargestellt, als sie ist: Auf S. 77, 2. Spalte oben, muss es nicht 100 Millionen, sondern ungefähr 103000 heißen: eine aberwitzig große Zahl. Dank an Ulysse Keller für den Hinweis.

Wer zum ersten Mal im Leben in einen vierdimensionalen Raum gerät, fühlt sich unweigerlich etwas unwohl – selbst wenn es nur in der Fantasie ist. Vier Koordinatenachsen, die alle aufeinander senkrecht stehen, überfordern eben doch das Vorstellungsvermögen. Unübersichtlich ist es dort auch. Dass sich zwei Leute mehr als einmal im Leben per Zufall begegnen – auf der zweidimensionalen Erdoberfläche ein häufiges Ereignis –, kommt in vier Dimensionen praktisch nicht vor. Und wehe, man lässt seine Brille liegen! Die ist kaum wiederzufinden, weil man so viele Richtungen zum Suchen zur Auswahl hat.

Hat man sich aber erst einmal daran gewöhnt, fällt der Übergang in den fünfdimensionalen Raum nicht mehr schwer. Die vielen ungewohnten Phänomene sind im Wesentlichen dieselben, nur schlimmer. ...

Kennen Sie schon …

Spektrum Kompakt – Künstliche Intelligenz in der Medizin

Werden digitale Arzthelfer in Zukunft Krankheiten diagnostizieren und Therapien verordnen?

Spektrum - Die Woche – 46/2020

Vor 125 Jahren entdeckte Wilhelm Conrad Röntgen die nach ihm benannten Strahlen. Weltraumforschern öffnen sie ein Fenster zum Kosmos. Außerdem: Wie sinnvoll wäre es, Herdenimmunität durch Infektionen zu erreichen?

Spektrum Kompakt – Künstliche Intelligenz - Der Weg in die Anwendung

Die künstliche Intelligenz macht rasante Fortschritte und ist aus manchen Bereichen der Forschung gar nicht mehr wegzudenken. Aber wie weit ist die KI tatsächlich schon, was können wir auch im Alltag von ihr erwarten, und welche Risiken drohen?

Lesermeinung

1 Beitrag anzeigen

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

  • Quellen

Halevy, A.: Old Tails and New Trails in High Dimensions. In: The College Mathematics Journal 44, S. 48 - 52, 2013

Hopcroft, J., Kannan, R.: Foundations of Data Science. Buch in Vorbereitung, vorläufige Fassung unter http://www.cs.cornell. edu/jeh/NOSOLUTIONS90413.pdf

Matoušek, J.: Lectures on Discrete Geometry. Springer, New York 2002. Darin Kapitel 13 "Volumes in High Dimension" und 14 "Measure Concentration and Almost Spherical Sections"; Liste von Korrekturen unter http://kam.mff.cuni.cz/~matousek/dg-err.html

Achlioptas, D.: Database-friendly Random Projections: Johnson-Lindenstrauss with binary coins. In: Journal of Computer and System Sciences 66, S. 671 - 687, 2003

Dasgupta, S., Gupta, A.: An Elementary Proof of a Theorem of Johnson and Lindenstrauss. In: Random Structures & Algorithms 22, S. 60 - 65, 2003

Busemann, H., Petty, C. M.: Problems on Convex Bodies. In: Mathematica Scandinavica 4, S. 88 - 94, 1956