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Literatur: Lesen macht ... empathisch

Von wegen eigenbrötlerischer Bücherwurm: Forschern zufolge fördert rege Romanlektüre vielmehr das soziale Gespür.
Fantastische Gestalten

Long John Silvers Markenzeichen sind seine imposante Erscheinung, seine Durchtrieben­heit und vor allem – sein fehlendes linkes Bein. Der Pirat aus Robert Louis Stevensons Roman "Die Schatzinsel" ist nicht von dieser Welt und kommt dem Leser doch vertraut vor. Sein Schöpfer sah in erfundenen Figuren universelle Stellvertreter, die wir dazu nutzen, um über die Motive und das Handeln unserer Mitmenschen nachzudenken.
Die psychologische Forschung hatte mit fiktionaler Literatur lange nicht viel am Hut, weil Geschichten vermeintlich keine realen menschlichen Eigenschaften widerspiegeln. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich diese Sichtweise jedoch grundlegend verändert. Heute betrachten viele Wissenschaftler Erzählungen als Testdurchläufe für das reale Leben: Indem der Leser das Wohl und Wehe der Charaktere in Büchern nachvollzieht, lernt er etwas über die menschliche Natur an sich …

Juli/August 2012

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist Juli/August 2012

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  • Quellen

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Mar R. A. et al.: Exposure to Media and Theory-of-Mind Development in Preschoolers. In: Cognitive Development 25, S. 69-78, 2010

Mar, R. A. et al.: The Neural Bases of Social Cognition and Story Comprehension. In: Annual Review of Psychology 62, S. 103-134, 2011

Oatley, K.: Why Fiction May Be Twice as True as Fact: Fiction as Cognitive and Emotional Simulation. In: Review of General Psychology 3, S. 101-117, 1999

Singer, T. et al.: Empathy for Pain Involves the Affective but not Sensory Components of Pain. In: Science 303, S. 1157-1162, 2004

Speer, N. K. et al.: Reading Stories Activates Neural Representations of Visual and Motor Experiences. In: Psychological Science 20, S. 989-999, 2009