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Bild des Monats: Leuchtendes Chamäleon

Chamäleons können den Farbton ihrer Haut verändern, was sie unter anderem nutzen, um mit Artgenossen zu kommunizieren. Forscher um Frank Glaw von der Zoologischen Staatssammlung München haben nun eine weitere verblüffende Eigenart der Schuppenkriechtiere entdeckt: Viele Chamäleons, beispielsweise der in Madagaskar heimischen Gattung Calumma oder der hier abgebildeten Art Brookesia superciliaris, fluoreszieren blau, wenn man sie mit UV-Licht bestrahlt. Biologen kennen das Phänomen unter anderem von Meeresorganismen. Dass auch Chamäleons leuchten können, liegt an kleinen Knochenhöckern, so genannten Tuberkeln, die nur von einer dünnen, durchsichtigen Oberhautschicht bedeckt sind. Durch sie kann ultraviolette Strahlung direkt auf den Knochen fallen. 0,3 Prozent dieser Photonen werden bei Wellenlängen um 430 Nanometer wieder abgestrahlt, die Folge ist ein blaues Leuchten. Es könnte den Tieren dabei helfen, ihresgleichen im vorwiegend grünen Regenwald besser zu erkennen, vermuten die Forscher.

Juni 2018

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Juni 2018

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  • Quelle
Sci. Rep. 8, 698, 2018