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Nanotechnologie: "Liebling, ich habe unser Labor geschrumpft"

Miniaturlaboratorien sollen schnelle medizinische Tests ermöglichen. Für Forschung, Militär sowie Patienten in der Dritten Welt.
Lab-on-a-ChipLaden...
Stellen Sie sich vor, ein komplettes Chemielabor samt Chemikalienbehältern, Bechern, Pipetten und Heizvorrichtungen ließe sich verkleinern und auf einen Mikrochip aus Silizium oder Kunststoff packen, nicht größer als ein Schlüsselanhänger. Die Rede ist nicht von einem Hollywoodfilm, in dem Wissenschaftler schrumpfen und in einer Nanowelt fantastische Abenteuer bestehen. Es geht um nicht mehr und nicht weniger als die konsequente Anwendung von Techniken etwa der Chipindustrie auf die medizinische Forschung.

Chiplabors werden bald preisgünstig Lebensmittel auf bakteriellen Befall und die Opfer von Terroranschlägen auf eine Milzbrandinfektion testen. In Entwicklungsländern sollen sie die Diagnose einer HIV-Infektion erleichtern, Diabetikern ließe sich ein Chiplabor sogar zur Überwachung des Blutzuckerspiegels implantieren.

Auch Molekularbiologen und Pharmakologen interessieren sich zunehmend für diese Technik, ermöglicht sie doch, Hunderte von Messungen gleichzeitig durchzuführen – und das zu einem Bruchteil bisheriger Kosten...
September 2008

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft September 2008

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