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Linguistik: Wer waren die Ur-Indoeuropäer?

Dass Latein und Sanskrit miteinander verwandt sind, wissen Gelehrte seit mehr als 200 Jahren. Dank der Zusammenarbeit von Archäologen, Linguisten und Paläogenetikern könnte die Suche nach einem gemeinsamen Urahn bald beendet sein.

1786 verkündete der Universalgelehrte Sir William Jones, Richter in Britisch-Indien, den staunenden Mitgliedern der Asiatick Society of Bengal: Griechisch und Latein seien Verwandte des indischen Sanskrit. Denn sie ähnelten einander »in den Wurzeln der Verben wie in den grammatischen Formen« zu systematisch, als dass es ein reiner Zufall sein könnte. Vielmehr müsse man von einer gemeinsamen Ursprungsprache ausgehen, die aber wohl nicht mehr existiere.

Dass sich die beiden Hauptsprachen der europäischen Antike ähnelten, war bereits bekannt. Die Zahlen »eins«, »zwei« und »drei« heißen beispielsweise lateinisch »ūnus«, »duo«, »trēs« und griechisch »eis«, »dyo«, »treis«. Vater, Mutter und Bruder waren »pater«, »māter«, »frāter« auf der einen, »patēr«, »mētēr«, »fratēr« auf der anderen Seite. Tatsächlich lauten ihre Entsprechungen im Sanskrit »eka«, »dva«, »trayah« und »pitā«, »mātā«, »bhrātā«. Jones war dies nicht als Erstem aufgefallen, doch als Mitglied der Royal Society verlieh er der Beobachtung Gewicht ...

Spezial Archäologie - Geschichte - Kultur 4/2018

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Spezial Archäologie - Geschichte - Kultur 4/2018

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