Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten von Gehirn&Geist frei zugänglich.
Selbstgespräche

Konversation im Kopf

In Gedanken können wir mit uns selbst ­diskutieren, uns Mut machen oder uns an Vorhaben erinnern. Indem ­Wissenschaftler innere Unterhaltungen untersuchen, gewinnen sie neue Einsichten in das menschliche Denken.
Ein Mann hält seine Hand an einen Spiegel.

Mein Wecker klingelte viel zu früh; ich hatte nicht gut geschlafen. Im Badezimmerspiegel eines Londoner Hotels schaute mich ein blasser, leicht verängstigter Mann an. Und es gab allen Grund für mich, nervös zu sein: In etwas mehr als einer Stunde würde ich live zu Millionen von Zuhörern der renommierten BBC-Diskussionsrunde "Start the Week" sprechen. Während ich mein Spiegelbild anstarrte, wurde mir bewusst, dass ich mich im Stillen selbst beruhigte: "Entspann dich", sagte ich zu mir. "Du warst doch schon einmal dort auf Sendung."

Solche Gedanken, Bilder und Empfindungen, die einem durch den Kopf gehen, während man in der Badewanne entspannt, in der Küche Zwiebeln hackt oder auf den Beginn eines wichtigen Meetings wartet, sind jedem vertraut. Darauf angesprochen, berichten Menschen häufig, dass ihr Innenleben sehr gesprächig sei. Und tatsächlich entpuppen sich Selbstgespräche als deutlich komplexer und vielfältiger als lange gedacht …

3/2018

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 3/2018

Kennen Sie schon …

7/2018

Gehirn&Geist – 7/2018

In dieser Ausgabe widmet sich Gehirn&Geist der Unlogik unseres Denkens. Außerdem: Psychologie im Mittelalter, Bewusstsein und Wie wird man Psychotherapeut?

Sprache - Von fremden Worten und vertrauten Klängen

Spektrum Kompakt – Sprache - Von fremden Worten und vertrauten Klängen

Unsere Sprache verrät vieles: Kommunizieren wir in unserer Mutter- oder einer Fremdsprache, klingt ein Dialekt oder ein Akzent durch, reden wir mit einem Kind oder einem Erwachsenen? All das ist zu hören. Aber gibt es wirklich eine Universalgrammatik, und wie funktionieren eigentlich Pfeifsprachen?

Dossier 4/2017

Gehirn&Geist – Dossier 4/2017: Lernen und Gedächtnis

Besser lernen: Die fünf effektivsten Strategien • Persönlichkeit: Wie Erinnerungen uns prägen • Amnesie: Blackout im Gehirn

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Vielen Dank!

  • Quellen

Alderson-Day, B. et al.: The Brain's Conversation with Itself: Neural Substrates of Dialogic Inner Speech. In: Social Cognitive and Affective Neuroscience 11, S. 110-120, 2016

Alderson-Day, B. et al.: Uncharted Features and Dynamics of Reading: Voices, Characters, and Crossing of Experiences. In: Consciousness and Cognition 49, S. 98-109, 2017

Fernyhough, C.: Selbstgespräche. Von der Wissenschaft und Geschichte unserer inneren Stimme. Komplett Media, Grünwald 2018

Hurlburt, R. T. et al.: Exploring the Ecological Validity of Thinking on Demand: Neural Correlates of Elicited vs. Spontaneously Occurring Inner Speech. In: PLoS One 11, e0147932, 2016

Kühn, S. et al.: Inner Experience in the Scanner: Can High Fidelity Apprehensions of Inner Experience Be Integrated with fMRI? In: Frontiers in Psychology 5, 1393, 2014

McCarthy-Jones, S., Fernyhough, C.: The Varieties of Inner Speech: Links between Quality of Inner Spech and Psychopathological Variables in a Sample of Young Adults. In: Consciousness and Cognition 20, S. 1586–1593, 2011