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Philosophie

Lustvolle Ethik

Lebe so, dass du möglichst viele angenehme Erlebnisse hast. Diese ungeheuer attraktive Maxime erweist sich bei näherer Betrachtung als ergänzungsbedürftig.

Mein sechsjähriger Sohn Max pflegt sich den Mund bis zur Kapazitätsgrenze vollzustopfen – und manchmal darüber hinaus –, wenn es etwas Leckeres wie zum Beispiel ein fettes Hühnerbein gibt, und verzehrt mit Genuss die Produkte seiner Nase.

Wir werden ihm so etwas abgewöhnen müssen, aber das fällt nicht leicht. Erstens ist es eine Wonne anzusehen, wie der Junge seinen Spaß hat. Zweitens steht das Argument, er störe das Empfinden anderer, auf wackligen Beinen: Die brauchen ja nicht hinzuschauen. Und drittens hat Max einen echten Philosophen auf seiner Seite. Der emeritierte Wissenschaftstheoretiker Bernulf Kanitscheider argumentiert auf 300 Seiten für den Hedonismus, die Ethik, welche die eigene Lust zum höchsten Ziel allen Handelns erhebt….

Mai 2012

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Mai 2012

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