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Astrophysik: Magnetfelder formen Planetarische Nebel



Planetarische Nebel gehören zu den schönsten Objekten im Kosmos. Sie entstehen, wenn ein sterbender Stern seine Hülle ins All schleudert und sie mit seiner ultravioletten Strahlung zum Leuchten bringt. Planetarische Nebel haben oft bizarre Formen. Der Grund dafür ist noch immer ein Rätsel. Bisherige Theorien, wonach etwa gebündelte Teilchenstrahlen der sterbenden Sterne die Symmetrie der Gaswolke stören, wirken wenig überzeugend. Jetzt glaubt ein Team um Wouter Vlemmings von der Sternwarte in Leiden (Niederlande) eine bessere Erklärung gefunden zu haben. Es vermaß die intensive Mikrowellenstrahlung aus der Umgebung ausgewählter Sterne in der Spätphase ihres Lebens. Dabei fand es schwache Aufspaltungen der Spektrallinien, die von einem lokalen Magnetfeld herrühren. Dieses erwies sich als zehn- bis hundertmal so stark wie das der Sonne. Damit kann es den Planetarischen Nebeln, deren Gasmoleküle großenteils ionisiert sind, seine Form aufprägen. (Astronomy & Astrophysics, 11(1)/2002, S. 589)

Aus: Spektrum der Wissenschaft 1 / 2003, Seite 37
© Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH
1 / 2003

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft 1 / 2003

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