Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten mit Zugriffsrechten für diese Ausgabe frei zugänglich.

Blick in die Forschung: Kurzberichte: Magnetfelder verbiegen Jets von Schwarzen Löchern

Der großräumige Einfluss von Magnetfeldern auf Galaxienhaufen war bisher unklar. Bilder des Radioteleskops MeerKAT legen nun nahe, dass solche Felder die Jets von extrem massereichen Schwarzen Löchern in Galaxienhaufen ablenken können.
Galaxienhaufen mit starker Radioquelle

Extrem massereiche Schwarze Löcher (englisch: supermassive black holes, SMBHs) sind millionen- bis milliardenfach so schwer wie die Sonne und lauern im Zentrum fast aller massereichen Galaxien. In unserer kosmischen Nachbarschaft sind die meisten dieser galaktischen SMBHs inaktiv, einige wenige sind jedoch sehr aktiv. Letztere setzen enorme Energiemengen über das ganze elektromagnetische Spektrum hinweg frei, wenn Materie in sie hineinfällt. Einige spektakuläre Erscheinungsformen aktiver SMBHs sind Radiogalaxien – Galaxien, die zwei starke, hoch kollimierte Materiestrahlen ausstoßen. Diese Jets senden Radiowellen aus. Man nimmt an, dass diese Radiojets durch Magnetfelder ausgelöst, fokussiert und gestaltet werden. Direkte Belege für diesen Prozess gab es bis jetzt allerdings nur wenige. Nun fanden James O. Chibueze von der North-West University in Potchefstroom, Südafrika, und seine Kolleginnen und Kollegen bei ihren Beobachtungen eine Wechselwirkung zwischen solchen Radiojets und Magnetfeldern in einem Galaxienhaufen (siehe »Galaxienhaufen mit starker Radioquelle«).

Kennen Sie schon …

Sterne und Weltraum – Explosion in Andromeda – Die Supernova von 1885

Die Supernova S Andromedae, die sich außerhalb unserer Galaxis in einer Entfernung von rund 2,5 Millionen Lichtjahren in der Andromedagalaxie ereignete, wurde von dem Astronomen Ernst Hartwig schon im Jahr 1885 entdeckt. Er schrieb damit Astronomiegeschichte. Heute setzen Instrumente wie das neue 4MOST Maßstäbe für die Forschung. Es kann mehr als 2000 Objekte am Himmel gleichzeitig ins Visier nehmen – Sternbeobachtung von den Anfängen bis ins digitale Zeitalter. Darüber hinaus: Schwarze Löcher, die nach dem Verschlingen eines Sterns nach einiger Zeit im Radiobereich wieder aufleuchten, die Geburt eines weißen Zwerges durch eine Sternkollision sowie unser Praxistipp zur Beobachtung des Südhimmels mit Remote-Teleskopen von zu Hause aus.

Spektrum - Die Woche – Ein alter KI-Ansatz für wahre maschinelle Intelligenz?

Wahre maschinelle Intelligenz – Transparenz und feste Regeln zeigen einen Weg, die KI die Fähigkeit geben könnte, logische Schlüsse zu ziehen. Außerdem: Eisen für die Energiewende verbrennen, das Paradoxon fehlender Information im Universum und Schaden Energydrinks dem Gehirn Jugendlicher?

Sterne und Weltraum – Raumzeit: Experimente zur Quantennatur

Die Relativitätstheorie Albert Einsteins ist das Meisterwerk zur Beschreibung der Schwerkraft. Seit Jahrzehnten steht aber die Frage im Raum, ob die Gravitation auf submikroskopischen Längenskalen modifiziert werden muss. Gibt es quantenhafte Austauschteilchen, die Gravitonen? In unserem Titelbeitrag stellen wir Überlegungen vor, wie man experimentell eine Quantennatur der Raumzeit testen könnte. Im zweiten Teil unseres Artikels zur Urknalltheorie beleuchten wir alternative Ansätze zur Dunklen Energie: das Local-Void- und das Timescape-Modell. Außerdem: Teil zwei unserer Praxistipps für die Astrofotografie mit dem Smartphone – Mond und Planeten im Fokus, die Ordnung im Chaos des Dreikörperproblems und woher stammen erdnahe Asteroiden?

Schreiben Sie uns!

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Zuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmende sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Zuschriften können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

Bitte erlauben Sie Javascript, um die volle Funktionalität von Spektrum.de zu erhalten.