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Essay: Bei Licht betrachtet: Mars macht mobil

Sei es die Beobachtung des Roten Planeten am Teleskop oder die Landung mit Raumsonden auf der Oberfläche des kosmischen Nachbarn – wer die Geheimnisse des Mars ergründen möchte, muss sich auf Misserfolge einstellen. Ernst-Peter Fischer meint, dass es gerade solche Rückschläge sind, die unseren Geist zur kreativen Auseinandersetzung mit der Welt mobilisieren.

"Mars macht mobil – bei Arbeit, Sport und Spiel", so heißt ein Werbespruch aus den 1980er Jahren, der einen Schokoriegel anpreist. Dieses weltbekannte Produkt verdankt seinen himmlischen Namen der schlichten Tatsache, dass der Firmengründer Frank C. Mars hieß. Es war dann dessen Sohn, Forrest Mars, der den Schokoriegel mit dem planetarischen Namen auf den Markt brachte, der seit 1961 auch in Deutschland verkauft wird.

Der nach dem römischen Kriegsgott benannte Planet Mars macht tatsächlich und konkret mobil – beispielsweise die europäische Raumfahrtbehörde ESA, die bereits vor mehr als zehn Jahren eine Sonde namens Mars Express zu dem erdnahen Planeten geschickt hat, die im Dezember 2003 ihr Ziel erreichte. Dabei wurde die Landeeinheit Beagle 2 abgekoppelt, die nach dem Schiff benannt war, mit dem Charles Darwin in den 1830er Jahren die Erde umrundete und den Menschen am Ende seiner Reise ein neues Weltbild bescherte. Doch während die segelnde HMS Beagle mit dem Evolutionsforscher heil und erfolgreich zurückkehrte, ging die fliegende Beagle 2 verloren. Jedenfalls konnte kein Funkkontakt zu der Landeeinheit hergestellt werden. Wer dies liest, wird sich an das Schicksal der aktuellen Marsexpedition erinnern, bei der die europäisch-russische Sonde namens Schiaparelli nach einer Bruchlandung auf dem Roten Planeten im Oktober 2016 wenig Grund zum Jubeln gab – ohne, dass die Expeditionsleitung ihren Optimismus aufgab und doch noch auf weitere Signale hoffte (siehe SuW 12/2016, S. 44).

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