Direkt zum Inhalt

Entsalzung: Meer-Wasser



Etwa 97 Prozent des Wassers der Erde ist zu salzig, um es zu trinken oder Pflanzen damit zu bewässern. In küstennahen Trockengebieten des Nahen Ostens, der Karibik und der Mittelmeerregion arbeiten deshalb Entsalzungsanlagen. Die Technik dazu ist Jahrhunderte alt: Meerwasser wird erhitzt, der aufsteigende Wasserdampf abgekühlt und das Kondensat aufgefangen; Salze und Schwebstoffe bleiben zurück. Modernere Anlagen gewinnen die Wärme zurück, arbeiten somit billiger. Eine preiswertere Alternative ist die Umkehr-Osmose: Dabei wird das Salzwasser durch eine Membran gedrückt, deren Poren so fein sind, dass Wassermoleküle, aber keine Salz-Ionen hindurch passen. Neuere Membranen aus Polyamid sind haltbarer und gegen Verunreinigungen im Wasser relativ unempfindlich.

Bislang stammt weltweit höchstens ein Prozent des Trinkwassers aus einer der 12500 Meerwasser-Entsalzungsanlagen. Mit steigenden Wasserpreisen wird diese Technik auch in gemäßigten Klimazonen interessant; sogar für die USA – eines der wasserreichsten Länder.

Aus: Spektrum der Wissenschaft 8 / 2001, Seite 79
© Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH

Kennen Sie schon …

44/2020

Spektrum - Die Woche – 44/2020

Lesen Sie in dieser Ausgabe über die neun wichtigsten Lehren zur Corona-Pandemie. Außerdem: Kampf gegen Lichtverschmutzung und wie man ein Sofa um die Ecke bringt.

Grundwasser - Wertvolle Ressource in der Tiefe

Spektrum Kompakt – Grundwasser - Wertvolle Ressource in der Tiefe

Eine der wichtigsten Ressourcen unseres Planeten liegt tief zu unseren Füßen: das Grundwasser. Doch trockene Jahre, Erwärmung, Schadstoffeintrag und zu intensive Nutzung gefährden die wertvollen Speicher.

Highlights 1/2020

Spektrum der Wissenschaft – Highlights 1/2020: Die geheimnisvolle Welt der Gifte

Ernährung: Warum Gift in Gemüse gesund ist • Chemieprodukte: Wie sehr sie unsere Umwelt wirklich belasten • Trinkwasser: Wenn das Unheil aus dem Boden kommt

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!