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Soziale Intelligenz: Meister des Wir-Gefühls

Jeder hätte gern reichlich davon, doch niemand scheint so recht zu wissen, was das ist: soziale Intelligenz. Mit neuen Methoden und dem Blick ins Gehirn sind Psychologen dem Phantom nun auf der Spur.
Eine psychoanalytische Praxis irgendwo in Boston, an der US-Ostküste. Der Patient liegt auf einer Couch und erzählt von seiner Furcht davor, das Haus zu verlassen. Sein Psychiater im bequemen Bürosessel hört aufmerksam zu, fragt nach, fasst zusammen, interpretiert. Fast wirkt die Szene, als befänden wir uns im Wien um 1900, in der Praxis von Sigmund Freud – wären da nicht einige deplatziert wirkende Hightechgeräte: Patient und Therapeut tragen Metallclips an den Zeigefingern, die über Kabel mit Messgeräten verbunden sind. Ein Laptop zeichnet Daten auf, eine Videokamera filmt das Ganze zusätzlich.
In psychotherapeutischen Sitzungen ist diese Art der Überwachung auch heute noch sehr ungewöhnlich ...
Dezember 2007

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist Dezember 2007

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Literaturtipps

Goleman, D.: Soziale Intelligenz. München: Droemer 2006.

Miller, G.: Reflecting on Another's Mind. In: Science 308, 2005, S. 945-947.

Spitzer, M. et al.: The Neural Signature of Social Norm Compliance. In: Neuron 56(1), 2007, S. 185-196

Süß, H.-M. et al. (im Druck): Neue Wege zur leistungsbasierten Erfassung sozialer Intelligenz und erste Befunde. In: Sarges, W., Scheffer, D. (Hg.): Interaktionen in der Eignungsdiagnostik. Göttingen, Hogrefe.

Weis, S., Süß, H.-M.: Reviving the Search for Social Intelligence. In: Personality and Individual Differences 42, 2007, S. 3-14.