Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten mit Zugriffsrechten für diese Ausgabe frei zugänglich.

Medienopfer: "Menschen als Unterhaltungsfutter"

Im Wettrüsten um die beste Quote instrumentalisieren Boulevardme­dien Prominente und ahnungslose Bürger, kritisiert der Schweizer Psychiater Mario Gmür. In seinem 2007 erschienenen Buch hat er dem Leid der Betroffenen einen Namen gegeben: das Medienopfer­syndrom. Der Psychoanalytiker berichtet über die Angst, Scham und Ohnmacht der Betroffenen.
Herr Dr. Gmür, sind Sie selbst schon einmal zum Medienopfer geworden?
Eine existenzvernichtende Kampagne habe ich glücklicherweise noch nicht erlebt. Aber klei-nere Missverständnisse sind schon vorgekommen, zum Beispiel in einem ansonsten hervorragenden Artikel der »Neuen Zürcher Zeitung«, in dem ich falsch interpretiert wurde.
Wie kamen Sie zu dem Thema?
Als Gerichtsgutachter bin ich immer wieder Menschen begegnet, die Vorverurteilungen durch die Presse erleiden mussten. Dabei habe ich bemerkt, dass sich bei den Betroffenen ein typisches Störungsbild entwickelt, das der Posttraumatischen Belastungsstörung ähnelt ...
Januar/Februar 2008

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist Januar/Februar 2008

Kennen Sie schon …

48/2018

Spektrum - Die Woche – 48/2018

In dieser Ausgabe widmen wir uns Kaminöfen, der Quantenphysik und der Erziehung.

Spezial Archäologie - Geschichte - Kultur 2/2018

Spektrum der Wissenschaft – Spezial Archäologie - Geschichte - Kultur 2/2018: Die Psychologie vergangener Kulturen

Heldenreise: Im Mittelalter stillten Ritterromane eine tiefe Sehnsucht • Hexen: Wer ist schuld, wenn die Ernte verdirbt? • Ägypten: Pharao Piye und der Mythos vom Sonnenauge

Rätsel Mensch Nr. 3

Gehirn&Geist – Rätsel Mensch Nr. 3: Gut und Böse

Neuroethik: Moral ist nicht angeboren • Hirndoping: Empathie auf Rezept • Tierversuche: Leiden für die Wissenschaft

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

  • Infos
Literaturtipps

Gmür, M.: Das Medienopfersyndrom. München: Reinhardt 2007.

Gmür, M.: Der öffentliche Mensch. München: dtv 2002.

Böll, H.: Die verlorene Ehre der Katharina Blum. München: dtv 2007.