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Gute Frage: Gibt es ein fotografisches Gedächtnis?

Menschen mit herausragenden kognitiven Fähigkeiten faszinieren uns. Aber was ist dran an Berichten über Personen, die sich mit nur einem Blick unzählige Details einprägen können?
Ein stilisiertes Auge scheint Komponenten eines Fotoapparates zu haben.

Menschen mit herausragenden kognitiven Fähigkeiten faszinieren uns. Dazu zählen Kopfrechengenies ebenso wie Erinnerungskünstler. Ein Beispiel für solch ein außergewöhnliches Talent ist das fotografische Gedächtnis, das längst Einzug in die Popkultur gehalten hat. Aber was ist dran an Berichten über Personen, die sich mit nur einem Blick unzählige Details einprägen können? Gibt es sie wirklich, oder sind sie bloß eine Erfindung Hollywoods?

Das fotografische Gedächtnis wird in der Fachsprache als eidetisches Gedächtnis bezeichnet, vom altgriechischen Wort "eidos" für Gestalt. Gemeint ist damit die Fähigkeit, visuelle Information nach kurzem Betrachten über lange Zeit bildhaft abrufen zu können, so dass sich die darin enthaltenden Informationen wie von einem Foto ablesen oder nachzeichnen lassen. Im Internet stößt man schnell auf Eidetiker wie den Künstler Steven Wiltshire, der es fertiggebracht haben soll, nach einem kurzen Rundflug über Rom ein detailliertes Panorama der italienischen Hauptstadt aus dem Gedächtnis zu zeichnen ...

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  • Quelle

Sperling, G.: The Information Available in Brief Visual Presentations. In: Psychological Monographs 74, S. 1-29, 1960

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