Direkt zum Inhalt
Gute Frage

Gibt es ein fotografisches Gedächtnis?

Menschen mit herausragenden kognitiven Fähigkeiten faszinieren uns. Aber was ist dran an Berichten über Personen, die sich mit nur einem Blick unzählige Details einprägen können?
Ein stilisiertes Auge scheint Komponenten eines Fotoapparates zu haben.

Menschen mit herausragenden kognitiven Fähigkeiten faszinieren uns. Dazu zählen Kopfrechengenies ebenso wie Erinnerungskünstler. Ein Beispiel für solch ein außergewöhnliches Talent ist das fotografische Gedächtnis, das längst Einzug in die Popkultur gehalten hat. Aber was ist dran an Berichten über Personen, die sich mit nur einem Blick unzählige Details einprägen können? Gibt es sie wirklich, oder sind sie bloß eine Erfindung Hollywoods?

Das fotografische Gedächtnis wird in der Fachsprache als eidetisches Gedächtnis bezeichnet, vom altgriechischen Wort "eidos" für Gestalt. Gemeint ist damit die Fähigkeit, visuelle Information nach kurzem Betrachten über lange Zeit bildhaft abrufen zu können, so dass sich die darin enthaltenden Informationen wie von einem Foto ablesen oder nachzeichnen lassen. Im Internet stößt man schnell auf Eidetiker wie den Künstler Steven Wiltshire, der es fertiggebracht haben soll, nach einem kurzen Rundflug über Rom ein detailliertes Panorama der italienischen Hauptstadt aus dem Gedächtnis zu zeichnen …

3/2018

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 3/2018

Kennen Sie schon …

Spezial Biologie - Medizin - Hirnforschung 1/2018

Spektrum der Wissenschaft – Spezial Biologie - Medizin - Hirnforschung 1/2018: Neue Fronten der Hirnforschung

Orientierung: Unsere inneren Landkarten • Plastizität: Lernen leicht gemacht, selbst im Schlaf • Darmflora: Ihr Einfluss auf das Gehirn

Dossier 4/2017

Gehirn&Geist – Dossier 4/2017: Lernen und Gedächtnis

Besser lernen: Die fünf effektivsten Strategien • Persönlichkeit: Wie Erinnerungen uns prägen • Amnesie: Blackout im Gehirn

Alzheimer - Auf den Spuren der Demenz

Spektrum Kompakt – Alzheimer - Auf den Spuren der Demenz

Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz, doch selbst 100 Jahre nach ihrer Entdeckung wirft sie noch zahlreiche Rätsel auf. Neue Erkenntnisse zu den Ursachen der Erkrankung und Information zu vielversprechenden Medikamenten und Therapien finden Sie in diesem Kompakt.

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Vielen Dank!

  • Quelle

Sperling, G.: The Information Available in Brief Visual Presentations. In: Psychological Monographs 74, S. 1-29, 1960