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Methan, Pflanzen und Klimawandel

Kürzlich zeigten die Autoren dieses Artikels, dass Pflanzen Methan produzieren und ausstoßen. Damit muss die etablierte Emissionsbilanz dieses Treibhausgases revidiert werden. Zum momentanen Klimawandel tragen Pflanzen aber nicht bei.
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Was macht man als Wissenschaftler, wenn man etwas entdeckt, das dem Lehrbuchwissen fundamental widerspricht? Wir beide sahen uns vor zwei Jahren diesem Problem gegenüber, als unsere Experimente zeigten, dass die irdische Vegetation Methan produziert. Nach gültiger Lehrmeinung sollten nur anaerobe Mikroorganismen – also solche, die in Abwesenheit von Sauerstoff gedeihen – dieses Gas herstellen können. Aber unsere Versuche ergaben zu unserem eigenen Erstaunen, dass auch Pflanzen Methan erzeugen – und sogar eine ganze Menge davon.

Am Anfang standen wir unseren Ergebnissen eher kritisch gegenüber. Wir suchten intensiv nach Fehlerquellen bei den Experimenten und verwendeten Apparaturen sowie nach gedanklichen Fehlschlüssen, denen wir womöglich aufgesessen waren. Nachdem wir uns jedoch vergewissert hatten, das unsere Resultate stimmten, wurde uns klar, dass wir auf eine Sache von großer Bedeutung gestoßen waren. Aber wie sollten wir unsere Kollegen und die Öffentlichkeit davon überzeugen? Sorgen machte uns vor allem zu erklären, wie all die fähigen Forscher, die schon seit Jahrzehnten Methan untersuchen und sich Gedanken über den Klimawandel machen, eine so bedeutende Quelle des Gases übersehen haben konnten.
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Mai 2007

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Mai 2007

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