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Alterndes Gehirn: Methusalems Moleküle

Lästig sind sie, aber unvermeidlich: die Zeichen der Zeit. Falten, graue Haare, das Ziepen in den Gelenken und - noch schlimmer - zunehmende Vergesslichkeit. Doch was passiert eigentlich im Gehirn, wenn unsere grauen Zellen altern? Die zu Grunde liegenden molekularen Prozesse haben Forscher intensiv im Visier.
Fast alle Menschen wollen gerne alt werden, doch nur die wenigsten möchten alt sein. Auch in "König Lear" führt uns William Shakespeare (1564-1616) eindrücklich vor, dass Altern schon seit Langem als Synonym für körperlichen Abbau, Verwirrtheit oder geistigen Verfall steht. Dabei beschreibt der Begriff "alt", der vermutlich vom indogermanischen Wortstamm "al" für "wachsen" oder "reifen" herrührt, ursprünglich ­einen natürlichen und andauernden Reifungsprozess. Dennoch stellen die Erkrankungen des Seniorengehirns wie etwa die Alzheimer-Demenz in einer immer älter werdenden Gesellschaft ein gewaltiges Problem dar.
Die durchschnittliche Lebenserwartung des Menschen ist in den letzten Jahrhunderten beachtlich angestiegen und liegt in Deutschland derzeit bei etwa 80 Jahren. Dagegen blieb die maximal zu erreichende Lebensspanne mit etwa 110 bis 120 Jahren so gut wie unverändert ...
Juli/August 2007

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist Juli/August 2007

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