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Interview: "Mit dem Alter steigt die Sicherheit der Diagnose"

Das Gefühl, eigentlich dem anderen Geschlecht anzugehören, setzt bei Transsexuellen oft schon in der frühen Kindheit ein. Psychotherapeut Bernd Meyenburg berät Kinder mit sexueller Identitätsstörung und ihre Eltern.
Bernd MeyenburgLaden...

Herr Dr. Meyenburg, wenn sich ein Mädchen wünscht, ein Junge zu sein – ist das bereits ein Vorbote für Transsexualität?
Kinder haben oft eine Phase, in der sie sich das andere biologische Geschlecht wünschen. Das ist kein Grund zur Sorge. Um herauszufinden, ob eine Geschlechtsidentitätsstörung vorliegt, untersuche ich zunächst zwei Dinge: Wie stark ist der Wunsch, dem anderen Geschlecht anzugehören? Will ein Mädchen etwa nur gerne Fußball oder ein Junge mit Puppen spielen, ist der Geschlechtswechsel eher ein Mittel zum Zweck. Zum anderen ist die Ablehnung des eigenen Körpers ein wichtiges Merkmal – bei kleinen Mädchen etwa die Überzeugung, da würde irgendwann noch ein Penis wachsen. Jungen meinen entsprechend, der Penis müsse weg. Es gibt sogar Fälle, in denen die Eltern ihren Sohn mit der Schere in der Hand beim Versuch ertappt haben, sich selbst den Penis abzuschneiden. Eine so klare Ablehnung des biologischen Geschlechts ist ein starker Hinweis auf eine mögliche transsexuelle Entwicklung ...

5/2013

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 5/2013

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