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Empathie bei Tieren: Mit Gefühl

Zoologen bezweifeln schon lange nicht mehr, dass Tiere Gefühle empfinden. Primaten, aber auch Nager besitzen vermutlich sogar ein sehr feines Gespür für das Empfinden anderer - und liefern damit wertvollen Aufschluss über die Evolution des menschlichen Einfühlungsvermögens.
Jeder Hundefreund weiß: Je nach Stimmungslage wedelt Bello freudig mit dem Schwanz, knurrt böse oder himmelt sein Herrchen treuherzig an – sprich, der Vierbeiner zeigt Gefühle. Doch kann er sich auch in das Innenleben seines Herrchens hineinversetzen? Dem "besten Freund des Menschen" sprechen wir oft großzügig derartige Fähigkeiten zu. Doch gegenüber den meisten Geschöpfen des Tierreichs zeigen wir uns ausgesprochen knauserig: Einfühlungsvermögen? Dazu sei wohl nur der Mensch als "Krone der Schöpfung" fähig!
Unter Verhaltensforschern fand hier in letzter Zeit ein Sinneswandel statt: Zahlreiche Studien konnten bei Tieren nicht nur differenzierte Emotionen und Empathievermögen nachweisen, sondern auch deren soziale und kommunikative Bedeutung aufdecken. Diese Forschungsergebnisse geben einen interessanten Einblick, wie Homo sapiens selbst zu dem mitfühlenden Wesen wurde, das es ist.
Die jüngsten Studien zum Einfühlungsvermögen von Tieren haben einen Forschungszweig wiedererweckt, dessen Wurzeln ein halbes Jahrhundert zurückliegen ...

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Literaturtipps zum Artikel "Mit Gefühl"

Church, R. M.: Emotional Reactions of Rats to the Pain of Others. In: Journal of Comparative and Physiological Psychology 52(2), S. 132-134, 1959.

Iacoboni, M. et al.: Grasping the Intentions of Others with One's Own Mirror Neuron System. In: Public Library of Science Biology 3(3): e79, 2005.

Langford, D. J.: Social Modulation of Pain as Evidence for Empathy in Mice. In: Science 312(5782), S. 1967-1970, 2006.

Preston, S., de Waal, F.: Empathy: Its Ultimate and Proximate Bases. In: Behavioral and Brain Sciences 25(1), S. 1-20, 2002.

Singer, T. et al.: Empathic Neural Responses Are Modulated by the Perceived Fairness of Others. In: Nature 439(7075), S. 466-469, 2006.

de Waal, F.: Der Affe in uns. Warum wir sind, wie wir sind. Hanser, München 2006.