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Tierhaltung: Mit Hörnern, Klauen und Vlies

Mensch und Schaf leben seit Jahrtausenden miteinander – eine wechselhafte Kulturgeschichte, zu der auch der Hund gehört.

Eine weidende Schafherde im Tal; daneben der Schäfer, lässig auf seine Schippe gelehnt und flankiert von seinen Hunden: Es gibt kaum einen friedlicheren Anblick. Wer kann sich heute vorstellen, dass dieses Bild einmal für Not und Zerstörung stand? Vom Mittelalter an protegierte der europäische Adel die Schafzucht; man wollte am wachsenden Geschäft mit der Wolle teilhaben. Herdenbesitzer und Agrar­unternehmer erhielten weit reichende Weiderechte, die sie rücksichtlos gegen Ackerbauern durchsetzten. Menschen wurden von ihrem Land verjagt, bäuerliche Existenzen ausgelöscht; Humanist Thomas Morus (um 1478–1535) schrieb von "menschenfressenden Schafen". Im schottischen Hochland vertrieben Gutsherren die ansässige Bevölkerung, um Platz für die Herden zu schaffen, was als "Highland Clearances" in Erinnerung geblieben ist. So wie später die Maschinenstürmer gegen Fabriken gingen die Bauern vielerorts gewaltsam gegen Schafherden vor und töteten zehntausende Tiere ...

August 2017

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft August 2017

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