Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten mit Zugriffsrechten für diese Ausgabe frei zugänglich.

Exoplaneten: Mit Kepler auf Planetenjagd

Seit 2009 entdeckt das Kepler-Weltraumteleskop immer neue Welten jenseits des Sonnensystems. Wird es bald einen Planeten aufspüren, der unserer Erde gleicht?
Ausschnitt der Milchstraße
Normalerweise ist Dimitar D. Sasselov, Astronom am Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics (CFA) in Cambridge (Massachusetts), nie um eine Antwort verlegen. Doch als der Interviewer ihn nach seinem Liebling unter den vielen Planeten fragt, welche die Kepler-Mission der NASA bereits entdeckt hat, weicht er aus: "Darüber bin ich hinaus. Es geht nicht um einen einzelnen Planeten, es geht um eine ganze Familie."

Sasselov gibt sich aus gutem Grund vorsichtig. Sein Vortrag auf der Tagung "Technology, Entertainment and Design " im Juli 2010 in Oxford trug ihm bei seinen Kepler-Kollegen scharfe Kritik ein. Seinerzeit hatte er eine größere Anzahl möglicher Planeten genannt, als das Team offiziell bekannt geben wollte. Außerdem löste seine sorglose Wortwahl eine Flut von Schlagzeilen aus, die fälschlich verkündeten, man habe bereits Hunderte von erdähnlichen Planeten entdeckt.

Seit Februar 2011 ist dieser Hickhack Schnee von gestern: Die Kepler-Mission veröffentlichte inzwischen Daten von mehr als 400 mutmaßlichen Planetensystemen sowie 15 zweifelsfrei bestätigten Planeten. Zu den neuesten Funden zählt ...

Kennen Sie schon …

Sterne und Weltraum – Sterne am Tempolimit: Was beschleunigt die galaktischen Raser?

Hyperschnellläufer sind Sterne, die mit Hunderten bis Tausenden Kilometern pro Sekunde durchs All rasen. Wir gehen der Frage nach, welche gewaltigen Prozesse solche Ausreißer beschleunigen und woher sie stammen. Darüber hinaus berichten wir über das ESA Weltraumteleskop CHEOPS, mit dem seit 2019 äußerst präzise Daten über bereits bekannte Exoplaneten gesammelt werden, die Grundlage für neue Entdeckungen sind. Die Mission hat sich als so erfolgreich erwiesen, dass sie möglicherweise bis 2029 weiterläuft. Unsere Autorin zieht eine Zwischenbilanz und zeigt, welche exotischen Welten CHEOPS bereits enthüllt hat. Im Beobachtungsteil richten wir den Blick auf die Sonnenfinsternis am 12. August 2026 über Europa. In Deutschland wird sie als tief stehende partielle Finsternis sichtbar sein. Unser Autor erklärt, was Sie als Beobachter wissen müssen: vom Verlauf des Totalitätsstreifens über die Standortwahl bis zur sicheren Beobachtung und fotografischen Dokumentation.

Spektrum - Die Woche – Ein seltsames Phänomen der Relativitätstheorie

Ein seltsames Phänomen der Relativitätstheorie ließ sich nun im Labor sichtbar machen: Der Terrell-Penrose-Effekt. Darum geht es im Titelbeitrag dieser Ausgabe der »Woche«. Plus: Das CHEOPS-Jubiläum, die messinische Salinitätskrise, wie Yoga das Gehirn verändert und mehr.

Spektrum - Die Woche – Die Schattenseiten der Tradwives

Warum wird die Hausfrau von gestern zum Trend von heute? Wir blicken auf die Schattenseiten nostalgischer Rollenbilder und wie vermeintlich positive Eigenschaften alte Machtgefälle festigen. Außerdem in »Die Woche«: Kollektive Intelligenz bei Robotern, die Renaturierung der Donauauen und mehr.

  • Quellen
Borucki, W. L. et al.: Kepler Planet-Detection Mission: Introduction and First Results. In: Science 327, S. 977 – 980, 2010

Charbonneau, D. et al.:Detection of Planetary Transits Across a Sun-Like Star. In: Astrophysical Journal Letters 529, S. L41 – L44, 2000

Holman, M. J. et al.:Kepler-9: A System of Multiple Planets Transiting a Sun-Like Star, Confirmed by Timing Variations. In: Science 330, S. 51 – 54, 2010

Howard, A. W.:The Occurrence and Mass Distribution of Close-in Super-Earths, Neptunes, and Jupiters. In: Science 330, S. 653 – 655, 2010

Lissauer, J. L. et al.: A Closely Packed System of Low-Mass, Low-Density Planets Transiting Kepler-11. In: Nature 470, S. 53 – 58, 2011

Schreiben Sie uns!

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Zuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmende sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Zuschriften können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

Bitte erlauben Sie Javascript, um die volle Funktionalität von Spektrum.de zu erhalten.