Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten mit Zugriffsrechten für diese Ausgabe frei zugänglich.

Chemie: Mit Salz aus Holz Zucker gewinnen

Kraftstoffe wie Bioethanol aus Nahrungsmitteln zu erzeugen ist ethisch bedenklich. Besser wäre es, Pflanzenrückstände zu verwerten. Doch die lassen sich chemisch nur schwer verarbeiten. Eine elegante Möglichkeit eröffnen nun so genannte ionische Flüssigkeiten.
Fast die gesamte irdische Biomasse entsteht durch Fotosynthese. Dabei erzeugen Pflanzen, Algen und einige Bakterien mit Hilfe von Sonnenlicht aus Kohlendioxid und Wasser Traubenzucker (Glukose). Zwar beträgt die Effizienz dieses Prozesses nur rund ein Prozent; dennoch schätzt man, dass die weltweit in Biomasse umgewandelte Sonnenenergie etwa dem Zehnfachen des derzeitigen Energieverbrauchs der Menschheit entspricht.

Allerdings wird der primär entstehende Traubenzucker nicht in dieser Form in Pflanzen gespeichert. Glukose kann in Wasser zwei Strukturen annehmen, die als α- und β-Form bezeichnet werden. Aus ihnen stellt die Natur durch lineare Verkettung Stärke beziehungsweise Zellulose her. Stärke, ein spiralförmiges Polymer der α-Glukose, fungiert als Hauptenergiespeicher der Pflanzen. Sie kommt in allen Grundnahrungsmitteln wie Kartoffeln, Mais, Getreide und Reis vor. Menschen und Tiere nutzen sie als wesentliche Energiequelle, indem ihr Verdauungsapparat die Polymerkette wieder in die enthaltenen Glukosemoleküle spaltet.

Technisch kann man aus...
April 2009

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft April 2009

Kennen Sie schon …

Spezial Physik - Mathematik - Technik 3/2012

Spektrum der Wissenschaft – Spezial Physik - Mathematik - Technik 3/2012: Erde 3.0 – Die Energie der Zukunft

Frische Brise: Das immense Potenzial der Windkraft • Sonnige Seiten: Grüner Strom aus Solarthermie und Fotovoltaik • Stroh in den Tank: Wie Abfall-Biomasse zum Kraftstoff wird

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!