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Cyberbullying: Mobbing 2.0

Von beleidigenden SMS bis zur Bloßstellung im Internet - Cyberbullying ist eine neue Spielart der Gewalt unter Jugendlichen. Was sind die Ursachen für dieses Phänomen, und was können Eltern und Lehrer dagegen tun?
Schockiert
Während der Sommerferien entwickelt sich zwischen dem 13-jährigen Ryan und einer Mitschülerin ein reger E-Mail- und SMS-Kontakt. Doch ihr Interesse war in Wirklichkeit nur gespielt. Als der Schüler aus dem US-Bundesstatt Vermont das Mädchen nach den Ferien persönlich trifft, beschimpft sie ihn als "Loser" und macht ihn vor ihren Freunden lächerlich. Ryan begeht am 3. Oktober 2003 Selbstmord.
Auf ähnliche Weise erlangte das so genannte "Star Wars Kid" tragische Berühmtheit. 2002 filmte sich ein kanadischer Jugendlicher aus Spaß mit einer Videokamera seiner Schule dabei, wie er mit einem fingierten Laserschwert Kampfszenen imitierte. Andere Schüler fanden das Video auf dem Computer und stellten es zur öffentlichen Belustigung ins Internet. Inzwischen ist es vertont, bearbeitet, parodiert und über eine Milliarde Mal heruntergeladen worden. Der Jugendliche – unfreiwilliger Star in einer ihm absolut peinlichen Situation – wurde depressiv und musste sich therapeutisch behandeln lassen.
Diese Fälle stellen nur zwei Beispiele dar für ein immer verbreiteteres gesellschaftliches Phänomen: Cyberbullying, eine neue Spielart psychischer Gewalt unter Minderjährigen ...

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  • Infos
Literaturtipps

Kowalski, R. M. et al.: Cyber Bullying. Bullying in the Digital Age. Blackwell, Oxford 2008.

Juvonen J., Gross, E. F.: Extending the school grounds? - Bullying experiences in cyberspace. In: Journal of School Health 78(9), S. 496-504, 2008.

Willams, K. R., Guerra, N. G.: Prevalence and Predictors of Internet Bullying. In: Journal of Adolescent Health 41, S. 14-21, 2007.

Ybarra, M. L. et al.: Examining Characteristics and Associated Distress Related to Internet Harassment: Findings From the Second Youth Internet Safety Survey. In: Pediatrics 118(4), S. 1169-1177, 2006.