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Blick in die Forschung: Kurzberichte: Eisen und Nickel in den meisten Kometen

Der Nachweis von Metalldämpfen bei vielen Kometen des Sonnensystems und von Nickeldampf im berühmt gewordenen interstellaren Kometen I/Borisov gibt einen Einblick in die organische Chemie junger Planetensysteme.
Eisendampf im Schweif

Kometen sind Zusammenballungen aus Staub und Eis – Überbleibsel aus der Ära der Planetenentstehung vor fast fünf Milliarden Jahren. Bei den meisten Kometen liegt die Temperatur auf Grund ihrer Entfernung von der Sonne unter wenigen hundert Kelvin, was immer noch heiß genug ist, damit Wassereis und andere flüchtige Verbindungen sublimieren, also direkt vom festen in den gasförmigen Zustand wechseln. Die Kometenkerne sind meist von einer sie umgebenden Gasund Staubwolke, der Koma, verdeckt. Daher muss das Wissen über die Kometenoberfläche und ihre Zusammensetzung indirekt aus Untersuchungen der Koma abgeleitet werden. Teleskopbeobachter können typischerweise keine Metalle in den Komae von Kometen nachweisen, da die Temperaturen an der Kometenoberfläche zu gering sind, um diese Elemente sublimieren zu lassen. Zwei Forschungsarbeiten von Piotr Guzik und Michał Drahus von der Jagiellonen-Universität in Krakau, Polen, einerseits, und Jean Manfroid und seinen Kollegen Damien Hutsemékers und Emmanuel Jehin von der Universität Lüttich, Belgien, andererseits, berichten jedoch über die Entdeckung von Metallatomen in Kometenatmosphären (siehe »Eisendampf im Schweif«). Das wirft die Frage auf, woher diese Atome kommen.

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