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Photonik: Nanowald aus Laserstäbchen



Halbleiterlaser lassen sich klein und kostengünstig produzieren. Sie haben längst Alltagsgeräte wie den CD-Spieler erobert. Doch nur mühsam gelingt es, ihr Strahlungsspektrum in den kurzwelligen Bereich auszudehnen – eine Voraussetzung, um die Packungsdichte optischer Speichermedien weiter zu erhöhen. Jetzt präsentierte ein Team um Michael Huang von der Universität von Kalifornien in Berkeley einen neuartigen Typ von Lasern, die ultraviolettes Licht abstrahlen. Die Forscher ließen Zinkoxid verdampfen und sich auf einer mit Gold beschichteten Saphir-Platte niederschlagen. Dabei bildete es nicht den sonst üblichen Film; vielmehr wuchs auf der Oberfläche ein Wald aus feinsten Stäbchen empor. Nach wenigen Minuten hatten die glasklaren kristallförmigen Nadeln eine Länge von einigen tausendstel Millimetern erreicht. Weil ihre glatten Endflächen wie Spiegel wirken, sind die Stäbchen perfekte Laserresonatoren. Beleuchtet man sie von der Seite, strahlen sie in Längsrichtung ultraviolettes Licht ab. Da diese Nanolaser unkompliziert und zudem billig in der Herstellung sind, steht ihrer Massenproduktion nach Ansicht der Forscher nichts im Wege. (Science, Bd. 292, S. 1897)

Aus: Spektrum der Wissenschaft 8 / 2001, Seite 24
© Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH

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