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Bild des Monats: Neu entdeckt und schon bedroht

In den Wäldern des Bezirks Tapanuli auf Nordsumatra, Indonesien, lebt eine Gruppe von Orang-Utans, bei der es sich offenbar um eine bisher unbekannte Menschenaffenart handelt. Im Vergleich zu den zwei klassischen Arten, dem Borneo-Orang-Utan und dem Sumatra-Orang-Utan, kräuselt sich das rotbraune Fell des Tapanuli-Orang-Utan (Pongo tapanuliensis) stärker, außerdem ist sein Gesicht etwas flacher. Biologen vom Anthropologischen Institut der Universität Zürich erkannten, dass es sich bei der Population um eine neue Art handelt, als sie DNA-Proben von zwei Individuen mit dem Erbgut von 35 anderen Oran-Utans verglichen. Daneben vermaßen die Forscher den Schädel eines Tapanuli-Orang-Utans, den Wilderer 2013 erschossen hatten. Mit knapp 800 Individuen ist die neue Spezies allerdings stark gefährdet: Ihr Lebensraum fällt zunehmend Palmölplantagen zum Opfer, und auch ein Staudammprojekt bedroht die Tiere.

Januar 2018

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Januar 2018

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  • Quelle
Curr. Biol. 10.1016/j.cub.2017.09.047, 2017