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Software: Neue Wege zu sicherer Software

Computerprogramme bilden das Rückgrat unserer Kommunikationstechnik. Sie steuern Handels- und Produktionssysteme, fliegen Flugzeuge und erledigen Bankgeschäfte – nicht selten geplagt von Software-Abstürzen. Mit Hilfe neuer Analysewerkzeuge soll die Software jetzt zuverlässiger und sicherer werden.
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Textauszug:

Es sollte das modernste System sein, das je auf Autobahnen Gebühren erfasst – und endete beinahe in einem grandiosen Desaster: das Lkw-Mautsystem von Toll Collect. Drei Firmen von Rang und Namen – DaimlerChrysler, Deutsche Telekom und die französische Cofiroute – gelang es erst mit erheblicher Verspätung, die Anlagen in Betrieb zu setzen – und dann noch nicht einmal mit der versprochenen Funktionalität. Einer der Gründe war eine fehlerhafte Software.

»Die Hardware wurde bereits auf den Straßen installiert, als die Software noch gar nicht zur Verfügung stand«, erläutert Dieter Rombach vom Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering in Kaiserslautern. »Und keiner wusste, ob beides zusammen funktioniert.« Seitdem fordert der Bund vom Betreiberkonsortium Entschädigungen in Milliardenhöhe. Im Büro des Fraunhofer Software-Experten hängt eine Urkunde des amerikanischen Expräsidenten George Bush senior, der ihn für seine Null-Fehler-Software auszeichnete, die Rombach für die Weltraumbehörde Nasa entwickelt hatte. Der Informatiker kann von vielen derartigen Schlampereien berichten, etwa vom Fehlstart der Internetbörse der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit: »Sie kostete fast dreimal so viel wie ursprünglich veranschlagt: statt der geplanten 60 Millionen Euro waren es schließlich 170.«
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Januar 2007

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Januar 2007

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