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Klimaforschung: Neues vom Golfstrom

In den Lehrbüchern steht, der Golfstrom erwärme die Luft vor Nordwesteuropa und sorge dadurch auf dem Kontinent für milde Winter. Doch das stimmt nur teilweise, wie neuere Untersuchungen nahelegen. Ihnen zufolge prägen komplizierte Luftströmungen unser Klima.
Golfstrom

Der Golfstrom ist die Heizung Europas – so lautet eine weit verbreitete Einschätzung. Demnach transportiert er warmes Wasser aus dem tropischen Atlantik nach Nordwesteuropa, erwärmt dort die unteren Luftschichten und sorgt so dafür, dass vergleichsweise milde Luft auf den Kontinent strömt. Deshalb seien die Winter bei uns deutlich weniger hart als auf den gleichen Breitengraden im Nordosten Amerikas.

Doch die klimatischen Auswirkungen des Golfstroms sind bei Weitem nicht so klar wie bislang angenommen. Das legen Computersimulationen und Messungen nahe, die in den zurückliegenden Jahren durch ein verstärktes Interesse am Weltklima angeregt wurden. Die Studien liefern neue, abweichende Erklärungen für die relativ milden Winter auf der europäischen Seite des Atlantiks. Gleichzeitig verstehen die Klimaforscher jetzt besser, warum die Winter im Nordwesten der USA wärmer sind als auf der russischen Seite des Pazifiks. Die Untersuchungen ziehen auch die populäre Annahme in Zweifel ...

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  • Quellen

Kaspi, Y., Schneider, T.: Winter Cold of Eastern Continental Boundaries Induced by Warm Ocean Waters. In: Nature 471, S. 621 – 624, 2011

Roemmich, D., Gilson, J.: The 2004 – 2008 Mean and Annual Cycle of Temperature, Salinity, and Steric Height in the Global Ocean from the Argo Program. In: Progress in Oceanography 82, S. 81 – 100, 2009

Seager, R. et al.: Is the Golf Stream Responsible for Europe’s Mild Winters? In: Quarterly Journal of the Royal Meteorological Society 128, S. 2563 – 2586, 2002