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Selbstkontrolle: Neuronales Bremspedal

Ohne unsere Impulse im Zaum zu halten, könnten wir nicht zivilisiert zusammenleben. Doch was geschieht dabei im Gehirn? Laut den Neurowissenschaftlern Daria Knoch und Bastian Schiller lässt sich die Fähigkeit zur sozialen Selbstkontrolle an neurobiologischen Merkmalen ablesen.
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Stellen Sie sich vor, Sie würden immer alles tun, was Ihnen gerade in den Sinn kommt. Wahrscheinlich hätten Sie längst Ihren Job verloren, keine Freunde mehr und jeden Tag unzählige Streitigkeiten mit anderen auszutragen. Die Fähigkeit zur Selbstkontrolle in sozialen Situationen ist essenziell für ein harmonisches Zusammenleben.
So müssen wir unsere Impulse häufig zurückstellen, damit etwa ein kleiner Zwist unter Kollegen oder in der Familie nicht eskaliert. Auch sollten wir manchen Versuchungen widerstehen, wenn uns an einer stabilen Partnerschaft gelegen ist. Und wer stets ausspricht, was er denkt, stellt sich damit oft selbst ein Bein – zum Beispiel beim Bewerbungsgespräch.
All diese Situationen haben eines gemeinsam: Wir wenden Selbstkontrolle an, um soziale Normen zu befolgen ...

Januar/Februar 2012

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist Januar/Februar 2012

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  • Quellen

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Heatherton, T. F., Wagner, D. D.: Cognitive Neuroscience of Self-Regulation Failure. In: Trends in Cognitive Sciences 15, S. 132-139, 2011

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Knoch, D. et al.: Disrupting the Prefrontal Cortex Diminishes the Human Ability to Build a Good Reputation In: Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA 106, S. 20895-20899, 2009

Spitzer, M. et al.: The Neural Signature of Social Norm Compliance. In: Neuron 56, S. 185-196, 2007

Wallace, B. et al.: Heritability of Ultimatum Game Responder Behavior. In: Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA 104, S. 15631-15634, 2007

Zhong, S. et al.: Dopamine D4 Receptor Gene Associated with Fairness Preference in Ultimatum Game In: PLoS One 5, e13765, 2010