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Hirnforschung: Nikotinsucht schon nach einer Zigarette?

Abhängig macht manchmal schon eine einzige Zigarette, vor allem Jugendliche. Von da an wird das Gehirn nie mehr so funktionieren wie vorher – auch nicht bei späteren Nichtrauchern.
Raucherin
Wie es sich mit der Suchtentwicklung beim Rauchen verhält, lernte ich im Medizinstudium. Da hieß es: Man raucht vor allem wegen des Genusses, und mit der Zeit wird man von diesem Gefühl psychisch anhängig. Weil sich die unmittelbaren physiologischen Nikotinwirkungen aber durch Gewöhnung abschwächen, sich also eine so genannte Toleranz aufbaut, greift man immer öfter zur Zigarette. Irgendwann, so erfuhr ich, sei eine kritische Menge für Sucht erreicht.

Denn weil das Blut erst ab etwa fünf Zigaretten am Tag stets Nikotin enthält, könne sich folglich erst jetzt auch eine körperliche Abhängigkeit entwickeln. Oft würde der Mensch dann schon seit Jahren rauchen, und gewöhnlich brauche es bis zur Sucht ein paar tausend Glimmstängel. In diesem Stadium bekommen Betroffene...
September 2009

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft September 2009

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