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Schlichting!: Nur kurz ist der Blick in die Ferne

Der Horizont ist dort, wo sich die von einem Schiff hinterlassene Bläschenspur im Unendlichen verliert? Von wegen.
Erratum: Der in der gedruckten Ausgabe angegebene Link zur "Rechnung zur Horizontweite" ist nicht korrekt. Sie finden den Link unten auf dieser Seite, wenn Sie oberhalb des Vorschaubilds auf den Reiter "Zum Thema" klicken.

Kaum jemand, der eine Schiffsreise macht, wird sich den Blick auf die Bahn des aufschäumenden Wassers entgehen lassen, die das Schiff wie einen maritimen Kondensstreifen hinter sich herzieht. Und mancher wird sich gerne verführen lassen, an ihr entlang in die unendliche Weite des Meeres abschweifen zu wollen. Mit dieser ist es, im wahrsten Sinne des Wortes, allerdings nicht weit her. Denn sollte die Bahn im "Unendlichen", wo sich sogar Parallelen schneiden, nicht in einem Punkt zusammenlaufen? Sie sollte, aber sie tut es nicht – selbst wenn optimale Sichtbedingungen uns 100 Kilometer weit oder mehr sehen lassen.

In "Sommermeteor" lässt Arno Schmidt einen Geografen sagen – auf die Frage, "wie weit man denn im Allgemeinen so sehen (kann). Ich meine die Erde einmal als glatte Kugel vorausgesetzt": "Nichts leichter als das … Sie ziehen die Wurzel aus Ihrer Höhe in Metern und nehmen sie mit 3,5 mal." Die Abschätzung zeigt, wie ernüchternd klein der Bereich ist, den wir auf dem Meer überblicken. Der Grund ist natürlich die Krümmung der Erdoberfläche. Steht man auf einem Schiffsdeck, sagen wir fünf Meter über dem Meeresspiegel (h = 5 m), so beträgt die Entfernung (s) des Horizonts gerade einmal acht Kilometer, und das ist dann auch die sichtbare Länge der Bläschenbahn. Also rauf aufs Kreuzfahrtschiff?...

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