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Fetischismus: Objekte der Begierde

Latex, Stiefel oder Füße locken die meisten von uns wenig - für manche aber sind sie: Erotik pur! Die Lust an bestimmten Materialien, Gegenständen oder Körperteilen galt lange als krankhaft. Heute ist sie als sexuelle Spielart weit gehend akzeptiert.
"150 oder 200 Paar, so genau kann ich das nicht sagen." Bernd, Anfang 40, weiß nicht mehr, wie viele Stiefel er mit der Zeit ge­sammelt hat. Verschiedene schwarze, hohe, glänzende Modelle stehen im Schlafzimmer sauber aufgereiht nebeneinander; in den Regalen außerdem alle Varianten von Armeestiefeln, Schwarz dominiert auch hier. Auf dem Kleiderschrank, neben dem Bett und in Kartons türmen sich Motorrad-, Wander- Lack- und Lederstiefel. Heute trägt er ein besonderes Exemplar aus seinen Beständen – alte englische Reitstiefel: "Aus Pferdeleder. Ganz weich!" Bernd hat aber noch nie auf einem Pferd gesessen. "Ich trage sie beim Sex. Sie sind ein Fetisch für mich." Auch an seinem Partner sieht er am liebsten derbe Stiefel. Ihre Ausstrahlung auf Bernd ist so groß, dass sie ihn auch ohne Beteiligung eines Menschen zum sexuellen Höhepunkt bringen können ...
Juli/August 2008

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist Juli/August 2008

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Literaturtipps

Berner, W. et al. (Hg.): Praxisleitlinien in Psychiatrie und Psychotherapie, Bd. 8: Behandlungsleitlinie Störungen der sexuellen Präferenz. Steinkopff, Darmstadt 2006.

Fiedler, P.: Sexuelle Orientierung und sexuelle Abweichung. BeltzPVU, Weinheim 2004.

Domjan, M., Cetinkaya H.: Sexual Fetishism in a Quail (Coturnix japonica) Model System: Test of Reproductive Success. In: Journal of Comparative Psychology 120(4), S. 427-432, 2006.

Koksal, F. et al.: An animal model of fetishism. In: Behaviour Research and Therapy. 42(12), S. 1421-1434, 2004.

Reiersøl, O., Skeid, S.: The ICD diagnoses of fetishism and sadomasochism. In: Journal of Homosexualism. 50(2/3), S. 243-262, 2006.

Shiah, I. S. et al.: Treatment of Paraphilic Sexual Disorder: the Use of Topiramate in Fetishism. In: International Clinical Psychopharmacology 21(4), S. 241-243, 2006.