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Abelpreis 2020: Ordnung im Chaos

Durch einen statistischen Ansatz gelang es Hillel Fürstenberg und Grigori Margulis, in unerwartete Bereiche der Mathematik vorzudringen.
Lottokugeln

Den diesjährigen Abelpreis, der das Lebenswerk von Mathematikern ehrt, teilen sich Hillel Fürstenberg und Grigori Margulis. Sie erhalten ihn für die Entwicklung statistischer Methoden, die zu zahlreichen Durchbrüchen in verschiedensten mathematischen Bereichen geführt haben.

Etwas überraschend mag dabei erscheinen, dass die beiden Forscher – obwohl sie sich ähnlichen Themen widmeten – niemals direkt zusammengearbeitet haben. Das hat verschiedene Gründe: So ist der 1935 in Berlin geborene Fürstenberg mehr als zehn Jahre älter als Margulis, der 1946 in Moskau zur Welt kam. Zudem verhinderte der Kalte Krieg und systematische Diskriminierung jahrelang, dass Margulis die Sowjetunion verlassen durfte.

Der begabte Mathematiker fiel schon früh auf: Mit nur 32 Jahren erhielt er für seine Beiträge zur Gruppentheorie die Fields-Medaille, eine der wichtigsten Auszeichnungen der Mathematik. Allerdings konnte er den angesehenen Preis nicht entgegennehmen, da die sowjetische Regierung ihm die Ausreise nach Finnland zur Verleihung verweigerte …

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