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Ornithologie: Überlebenskünstler in den Lüften

Warum Vögel virtuose Meister der Anpassung sind

Schleiereulen haben ein derart empfindliches Gehör, dass sie sogar in stockdunkler Nacht auf Mäusejagd gehen können. Merkwürdigerweise hält aber nichts sie davon ab, ausgerechnet in Kirchtürmen zu nisten und sich dort dem dröhnenden Lärm der Glocken auszusetzen. Anscheinend leidet ihr Hörsinn darunter nicht im Geringsten. Warum, ist unbekannt.

Der Wanderfalke gilt als schnellster Vogel der Welt. Nach neuesten Messungen erreicht er im Sturzflug 350 Kilometer pro Stunde. Dass er in diesem mörderischen Tempo sein Ziel mit größter Präzision ansteuern kann, ohne mit gefährlichen Hindernissen zu kollidieren, verblüfft Fachleute immer wieder.

Die südafrikanische Kap-Beutelmeise baut von allen Vögeln das wohl raffinierteste Nest. Der beutelförmige Unterschlupf verfügt über eine gut getarnte, verschließbare Zugangsröhre – und darunter einen vorgetäuschten Eingang. Diese "Scheintür" dient dazu, Baumschlangen in die Irre zu führen. Andere Vogelarten hingegen stückeln ihre Nester ziemlich "schlampig" zusammen oder bauen sie gleich am Boden. Warum sie das tun, weiß man nicht genau, denn Bodennester werden öfter von umherstreunenden Raubtieren heimgesucht. Vermutlich wird dieser Nachteil dadurch ausgeglichen, dass Bodenraubtiere die noch gefährlicheren Raubvögel auf Abstand halten.

Vögel sind die größten Überlebenskünstler im Tierreich, davon ist der Zoologe und Evolutionsbiologe Josef H. Reichholf überzeugt. ...

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