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Paläoanthropologie: Homininen im Klimawandel

Klimaveränderungen prägten maßgeblich die Evolution des Menschen und seiner Vorläufer. Mittels kleinskaliger Modellierung ließen sich nun diese Einflüsse nachzeichnen.
Ein Junge aus Afrika, wie er vor zirka 1,6 Millionen Jahren ausgesehen haben könnte.

Das globale Klima beeinflusst die verfügbaren Ressourcen in den verschiedenen Lebensräumen der Erde. Daher gehen Geowissenschaftler, Paläoanthropologen und Archäo­logen davon aus, dass sich Veränderungen auf diesem Gebiet auch auf die Evolution des Menschen und seiner Verwandten ausgewirkt haben müssen.

Die aus Sedimentaufschlüssen und Bohrkernen gewonnenen Daten, mit denen Wissenschaftler die sich wandelnden Lebensbedingungen über Jahrmillionen hinweg untersuchen, erfassen allerdings längst nicht die gesamten Zeiträume. Außerdem decken Feldstudien nur einen Bruchteil der Gebiete ab, in denen einst Angehörige der Gattung Homo lebten. Darüber hinaus zeigen bislang erhobene Daten, dass die Umweltbedingungen in den einzelnen Regionen zeitlich und räumlich stark variieren konnten. Somit stellt sich das Problem, wie man die gesamte Bandbreite der Homininenhabitate analysieren kann.

Um zu untersuchen, wie Klima­veränderungen die Evolution des Menschen prägten, kombinierte die Arbeitsgruppe des deutschen Klimatologen Axel Timmermann vom süd­koreanischen Institute for Basic Science in Busan Klimamodelle mit archäologischen Befunden …

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  • Quellen

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