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Springers Einwürfe: Pandemie der Einsamkeit

Gegen die Ansteckung mit dem Covid-19-Virus ist soziale Distanzierung angesagt. Deren psychische Nebenwirkungen verdienen mehr Aufmerksamkeit.
Ein Mann geht allein über eine Straße durch den Wald.

Meine Wohnungsnachbarin engagiert sich in der Telefonseelsorge. Aus unseren Gesprächen weiß ich, dass diese karitative Ein­richtung der beiden größten christlichen Kirchen den Beladenen jedes Glaubens oder Unglaubens Tag und Nacht Hilfe anbietet – durch geschultes, verständnisvolles Zuhören per Telefon oder neuerdings auch per Chat im Internet. Hin und wieder frage ich meine Nachbarin, wie sich die andauernde Pandemie in der Befindlichkeit der Anrufer widerspiegelt. Demnach zeichnet sich ein gewandeltes Bild ab: Anfangs häuften sich besorgte Fragen zu der neuen Seuche, doch nun dominieren Klagen über die grassierende Einsamkeit.

Diese anekdotische Einsicht wird durch eine Untersuchung erhärtet, die der Ökonom Marius Brülhart von der Universität Lausanne und dem Centre for Economic Policy Research in London zusammen mit seinem Institutskollegen Rafael Lalive sowie mit Valentin Klotzbücher und Stephanie K. Reich von der Universität Freiburg durchgeführt hat. Das Team sammelte Daten von acht Millionen telefonischen Hilferufen aus Europa, den USA, China, Israel und dem Libanon, die zwischen 2019 und Anfang 2021 getätigt wurden …

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