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Geistesblitze: Panikmache wirkt

Mit Angst lassen sich Menschen besonders gut überzeugen. Das berichtet die Psychologin Dolores Albarracin von der Univer­sity of Urbana-Champaign. Mehr als 100 Studien mit insgesamt etwa 27 000 Versuchspersonen zeichnen ihrem Team zufolge ein klares Bild: Gerade wenn es darum geht, das Verhalten bei einer einzigen Gelegenheit zu beeinflussen, ist Furcht hocheffektiv. Obwohl die Wirkung der Panikmache nicht allzu groß war, erwies sie sich immer noch als etwa doppelt so stark wie Ansätze, die nicht auf Angst setzen, erklärt Albarracin.

Allerdings warnen die Forscher davor, Angst generell als Mittel zur Verhaltensänderung einzusetzen – der Befund gelte nur für Appelle. Besonders effizient ist es offenbar, die Gefahr in allen Details zu schildern und als überaus wahrscheinlich darzustellen. Außerdem sollte man betonen, wie gut Gegenmaßnahmen wirken. (lf)

Psychol. Bull. 141, S. 1178–1204, 2015

1/2016

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 1/2016

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