Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten mit Zugriffsrechten für diese Ausgabe frei zugänglich.

Sprache und Denken: Parlez-vous "logique"?

Bei kniffligen Aufgaben in einer Fremdsprache wägen Probanden häufig rationaler ab. Sollten wir bei Hauskauf oder Geldanlage also besser gleich auf Englisch oder Französisch umschalten?
Kühler KopfLaden...

Wenn sich Psychologen und Kognitionsforscher der Sprache annehmen, beschäftigen sie sich traditionell mit ­Fragen wie diesen: Wie ver­innerlichen Kleinkinder die Grammatik ihrer Muttersprache? Was hilft uns, Vokabeln effektiver zu lernen? Und wie hängen Sprache und Denken zusammen? In jüngerer Zeit nun erforschte man daneben ein Phänomen, von dem schon der russisch-amerikanische Schriftsteller Vladimir Nabokov (1899-1977), Autor des ­Skandalromans "Lolita", berichtete: Zu unserer Muttersprache haben wir meist einen stärkeren emotionalen Bezug als zu einer Fremdsprache. Für viele Menschen ist es deshalb deutlich schlimmer (oder gerade umgekehrt erleichtern­der), im heimatlichen Idiom zu fluchen als in der Fremdsprache. Dieses Phänomen kennzeichnet die gesamte Palette unserer Gefühlsäußerungen, von Liebesschwüren bis zu Beschimpfungen ...

6/2013

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 6/2013

Kennen Sie schon …

Spezial Biologie - Medizin - Hirnforschung 4/2019

Spektrum der Wissenschaft – Spezial Biologie - Medizin - Hirnforschung 4/2019: Der Mensch

Ein einzigartiges Wesen - Kommunikation: Der Ursprung der Sprache • Steinzeit: Wie sich Homo sapiens durchsetzte • Aggression: Die Erfindung des Krieges

11/2019

Gehirn&Geist – 11/2019

In dieser Ausgabe beschäftigt sich Gehirn&Geist mit der Frage, wie das Gehirn Gedanken und Erinnerungen sortiert. Außerdem im Heft: So verändert die Elternzeit die Männer, Erkennen wir an der Natur, was gut ist? Wenn man während der OP erwacht

35/2019

Spektrum - Die Woche – 35/2019

In dieser Ausgabe widmen wir uns den Amazonasbränden, dem Baumsterben und Wachkoma.

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

  • Quellen

Caldwell-Harris, C. L., Ayçiçeği-Dinn, A.: Emotion and Lying in a Non-Native Language. In: International Journal of Psychophysiology 71, S. 193-204, 2009

Keysar, B. et al.: The Foreign-Language Effect. Thinking in a Foreign Tongue Reduces Decision Biases. In: Psychological Science 23, S. 661-668, 2012

De Martino, B. et al.: Explaining Enhanced Logical Consistency during Decision Making in Autism. In: Journal of Neuroscience 28, S. 10746-10750, 2008

Pavlenko, A.: Emotions and Multilingualism. Cambridge University Press, Cambridge 2006

Ross, M. et al.: Language and the Bicultural Self. In: Personality and Social Psychology Bulletin 28, S. 1040-1050, 2002