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Astronomie und Praxis: Beobachtungen: Pellworm und Spiekeroog: Sterneninseln in der Nordsee

Angesichts der sich weltweit ausbreitenden künstlichen ­Beleuchtung wird ein unbeeinträchtigtes ­Naturerlebnis des Sternenhimmels immer seltener. Umso wichtiger sind ­international anerkannte Regionen, die sich zur ­Einschränkung der Lichtverschmutzung verpflichten. Die in ­einem der dunkelsten Teile unseres Landes, dem ­Wattenmeer, gelegenen Inseln Spiekeroog und Pellworm wurden von der International Dark-Sky Association (IDA) als ­Sterneninseln ­zertifiziert.
Leuchtturm der Insel Pellworm

Gemäß der aktuellen Studie eines Forschungsteams der University of Exeter hat die weltweite Lichtverschmutzung – also die Aufhellung des Nachthimmels durch künstliche Beleuchtungen – in den zurück­liegenden 25 Jahren um 49 Prozent zugenommen. Wird dieser Entwicklung kein Einhalt geboten, dann dürfte es zukünftig kaum noch möglich sein, ungetrübt auf den Sternenhimmel zu blicken oder die natürliche Dunkelheit der Nacht zu erfahren. Und derlei Einschränkungen betreffen nicht nur das unmittelbare Natur­erlebnis, sondern auch den Tag-Nacht-Rhythmus von Menschen, Tieren und Pflanzen.

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