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Geschichte: Pioniere im Clinch

1906 wurde der italienische Neuroanatom Camillo Golgi mit dem Nobelpreis ausgezeichnet – gemeinsam mit seinem schärfsten Rivalen, dem Spanier Santiago Ramón y Cajal. Die beiden Forschergeister schieden sich an der Frage, wie das Nervensystem aufgebaut sei. Bei der feierlichen Zeremonie in Stockholm kam es zum Eklat.
An einem Morgen im Jahr 1909 verließ ein betagter italienischer Medizinprofessor die Wohnung eines holländischen Kollegen in Amsterdam, um sich den Bart scheren zu lassen. Erst am späten Nachmittag kehrte er zurück, von einem Jungen aus der Gegend nach Hause geführt. Der Mann erklärte seinen besorgten Gastgebern, ihm sei die Adresse entfallen und er habe sich im Gewirr der Straßen und Grachten verirrt. Der zerstreute Professor hieß Camillo Golgi (1844–1926) und war weltberühmt. Drei Jahre zuvor hatte er für seine Pionierleistungen bei der Erforschung des Gehirns die höchste wissenschaftliche Auszeichnung erhalten: den Nobelpreis. Dieser krönte eine Karriere, die 1872 begonnen hatte ...
September 2007

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist September 2007

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Literaturtipps

Golgi, C.: The Neuron-Doctrin – Theory and Facts. In: Nobel Lectures: Physiology or Medicine 1901-1921. Amsterdam: Elsevier 1967.

Oeser, E.: Geschichte der Hirnforschung. Von der Antike bis zur Gegenwart. Darmstadt: Primus 2002.

Ramón y Cajal, S.: The Structure and Connexions of Neurons. In: Nobel Lectures: Physiology or Medicine 1901-1921. Amsterdam: Elsevier 1967.