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Hinter den Schlagzeilen: Plan B

Belgien steckt in der tiefsten Krise seiner Geschichte. Seit den Parlamentswahlen im Juni 2010 gelang es keinem der von König Albert II. damit beauftragten Politiker, eine Regierung zu bilden. Eine Spaltung des Königreichs entlang der flämisch-wallonischen Sprachgrenze wird immer wahrscheinlicher.
Plan B
Der König spielt auf Zeit. Irgendwann, so mag er sich denken, wird Belgien auch diese Krise überwunden haben. Schließlich sind er und sein Volk Kummer gewöhnt. Nach den Wahlen von 2007 zog sich die Regierungsbildung ja auch schon in die Länge. Erst 192 Tage nach dem Urnen­gang konnte Yves Leterme als Premier­minister vereidigt werden. Wirklich stabil waren die Verhältnisse aber auch dann nicht: Der Christdemokrat trat in den folgenden drei Jahren zweimal zurück. Zuletzt Ende April 2010, was zu den Neuwahlen im Juni desselben Jahrs führte. Als es auch Anfang dieses Jahrs nicht gelang, eine neue Regierung zu bilden, spitzte sich die Krise weiter zu. Führende Politiker sprechen sich dafür aus, wenigstens eine provisorische Regierung zu bilden, um die Finanzmärkte zu beruhigen. Belgien ist hoch verschuldet und kam bereits als so genannter Wackelkandidat der Eurozone ins Gerede.

Die Wahl hat dem Land ein Patt beschert, was selbst für die traditionell schwierigen Verhältnis-se Belgiens besonders vertrackt ist. In Flandern siegte die mehr oder weniger offen separatis­tische Nieuw-Vlaamse Alliantie (N-VA), im französischsprachigen Wallonien gewannen die So­zialisten. Bis heute ist Leterme Premierminister. Der Flame steht einer Interimsregierung vor und führt die laufenden Geschäfte bis zur Formierung eines neuen Kabinetts ...

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