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Planeten wo keine sein dürften

Selbst dort, wo sie nie damit gerechnet hätten, sind Astronomen mittlerweile auf Exoplaneten gestoßen. Die überraschendsten Erkenntnisse gewinnen die Forscher, wenn sie Planetensysteme rund um Braune und Weiße Zwerge sowie um Neutronensterne untersuchen.
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Weiße Zwerge gehören zu den trostlosesten Anblicken, die der Himmel zu bieten hat. Auch wenn sich ihre Massen mit der unserer Sonne vergleichen lassen, sind sie zu mehr als einem schwachen Leuchten nicht in der Lage. Obendrein nimmt ihre Helligkeit immer weiter ab. Deshalb – weil sie dem üblichen Zusammenhang zwischen Sternmasse und Helligkeit nicht folgen – halten Astronomen sie nicht für Sterne im engeren Sinn, sondern für Sternleichen. Ihnen zufolge war jeder Weiße Zwerg einst ein Stern, der hell wie unsere Sonne leuchtete, bis ihm der Brennstoff ausging. Dann begann ein stürmischer Todeskampf: Er blähte sich auf das 100-Fache seiner ursprünglichen Größe auf, seine Helligkeit steigerte sich sogar um das 10 000-Fache. Doch schließlich stieß er seine äußeren Schichten ab und schrumpfte zu einem verglimmenden Überrest von der Größe der Erde zusammen, der im Lauf der Jahrmillionen endgültig verblassen wird.

Damit aber nicht genug. Gemeinsam mit Kollegen haben wir über ein Dutzend Weiße Zwerge in der Milchstraße entdeckt, die von Asteroiden, Kometen und vielleicht sogar Planeten umkreist werden. Solange die Sterne am Leben waren, gingen sie Tag für Tag am Himmel dieser Welten auf. Als sie aber starben, verdampften sie ihre inneren Planeten oder verschlangen und verbrannten sie. Zurück blieben nur die Himmelskörper in den kühlen äußeren Regionen der Systeme. Und auch etliche dieser Überlebenden zerrissen die Zwerge im Verlauf der folgenden Zeit. Solche dezimierten Systeme, Friedhöfe der Welten, ...
Oktober 2009

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Oktober 2009

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