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Sportrasen: Plastik statt Gras

Profisport verlangt einen Profirasen. Und der ist mitunter nicht aus Gras.
Ob im Fußballstadion, auf einem Hockeyspielfeld oder einem Golfplatz – der Rasen muss bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit leisten, was von ihm erwartet wird. Wird er nass bespielt, reißt die Grasnarbe aber leichter auf. Deshalb leiten durchlässige Schichten Wasser in ein Kiesbett ab. Eine Heizung lässt das Grün zudem selbst im Winter wachsen. Für Halt sorgt 15 bis 25 Zentimeter starkes sandiges Erdreich (Tragschicht), das zudem heftige Stöße der Spieler dämpft und so die Gelenke schont.

Um einen Sportrasen vital zu halten, muss er nicht nur gemäht, gedüngt und bewässert, sondern auch vertikutiert, belüftet und besandet werden. Beim Vertikutieren zerschneiden rotierende Messer die Grasnarbe in Abständen von zwei bis drei Millimetern, durchtrennen damit auch den Rasenfilz – ineinander verwobene, nicht verrottete Pflanzenfasern – und entfernen das Moos. Das Belüften durch Löcher oder Schlitze sowie das Ausstreuen von Sand erhält die Durchlässigkeit für Gase und Wasser.

All das ist natürlich aufwändig. Deshalb entscheiden sich manche Vereine inzwischen für Grasimitate aus Polyamid, Polypropylen oder Polyethylen, die in ein Gewebe eingeschossen und auf der Rückseite mit Latex versiegelt werden. Je nach Sportart unterscheiden sich die Kunstrasen in Faserdichte, -länge und -struktur. So kommen bei Fußballplätzen fast ausschließlich gekräuselte Fasern zum Einsatz, da sie den Ball langsamer abbremsen, während sich für Hockeyfelder glatte Strukuren besser eignen, auf denen der Ball natürlicher rollt...

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